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Donnerstag, 28. Mai 2009

Belegt Experiment emotional-physiologische Quantenverschränkung bei Liebespaaren?

Archiv: Vertrautes Paar | Copyright: Public Domain

San Francisco/ USA - Experimente am Institute of Noetic Sciences (INS) legen eine Variante der auch als "spukhaften Fernwirkung" Quantenverschränkung auf emotionaler aber auch physiologischer Ebene zwischen Personen mit enger Bindung zueinander nahe. Die in Experimenten erzielten Ergebnisse liegen laut den Forschern des Instituts weit über den zu erwarteten Zufallstreffern.

Mit mehr als 36 Paaren hat Institutsleiterin Marilyn Schlitz folgendes Experiment durchgeführt: In einer elektromagnetisch abgeschirmten Kammer in einem schallisolierten Raum wird einer der Partner auf einem Stuhl sitzend mit Elektroden am Daumen verkabelt, die den Blutfluss und die Leitfähigkeit der Haut - also die physisch messbaren Reaktionen des Nervensystems - messen. In einem anderen, ebenfalls abgeschirmten, Raum nimmt der andere Partner vor einem Bildschirm platz, auf dem in zufälliger Abfolge ein Bild des Partners im anderen Raum für jeweils 10 Sekunden angezeigt wird.

Aufgabe für den Partner vor dem Bildschirm ist es sodann, während der Anzeige des Bildes "liebende und gefühlvolle Gedanken" an den Partner zu senden, erläutert Schlitz in einer Artikelreihe des National Public Radio (NRP.org), in etwa dem US-amerikanischen Gegenstück zum "Deutschlandfunk" oder dem britischen "Radio 4" der BBC.

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Das Ergebnis einer Vielzahl der Tests ist laut Schlitz erstaunlich: Beim Anblick der Bildschirmanzeige durch Partner (A) steigen nicht nur dessen Blutdruck und Hautfeuchtigkeit, sondern - mit einer Verzögerung von etwa zwei Sekunden - auch die entsprechenden Werte des Partners (B) im abgeschirmten Nebenraum.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Reaktionen der beiden Testpersonen zufällig synchron verlaufen, liegen laut Schlitz bei 1 zu 11.000. Drei Dutzend von Doppelblindtests und vergleichende Zufälligkeitsstudien, unter anderem an den Universitäten zu Washington und Edinburgh, belegen die Ergebnisse der "Love Study" am INS.

Wie es zu diesen Reaktionen kommt, darüber sind sich die Forscher selbst noch nicht einig. Dean Radin, leitender Wissenschaftler am INS und Kollegen spekulieren darüber, dass die so genannte Quantenverschränkung eine Antwort liefern könnte. Diese beschreibt das Verhalten zweier oder mehrerer verschränkter subatomarer Teilchen, die - selbst wenn von einander getrennt - sich weiterhin wie ein einziges Teilchen verhalten. Bislang wurde dieses Phänomen jedoch lediglich auf subatomarer Ebene nachgewiesen.

Radin weitet die quantenmechanischen Erkenntnisse frei auf den "Love Test" aus und fragt, ob Personen mit einer engen persönlichen Beziehung (Liebespaare, Geschwister, Eltern und Kinder) ebenfalls auf emotionaler Ebene, aber auch physiologisch verbunden bzw. miteinander verschränkt sein könnten.

Tatsächlich würde dieses Verhalten die Inhalten zahlreicher, teilweise jahrhundertealter, mystischen Lehren durch eine wissenschaftlich belegbare Verbindung zwischen Personen auf einer molekularen Ebene bestätigen. Dieser Auslegung widersprechen Kritiker indes strikt und verweisen darauf, dass die Quantenverschränkung - nach bisherigem Wissensstand - schlicht und einfach nicht derart funktioniere und sich nur auf subatomarer Ebene einstelle. Die erzielten Übereinstimmungen des "Love Tests" werden trotz der Unwahrscheinlichkeiten mit Zufall erklärt.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / npr.org / noetic.org
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