
London/ England - Laut vertraulichen Informationen, über die die britische Zeitung "Mail on Sunday" (MoS) verfügen will, werden Forscher am 19. Mai die Ergebnisse einer Studie bekannt geben, die nicht weniger beansprucht, als den so genannte "Missing Link", also das fehlende Bindeglied in der Evolutionstheorie - den gemeinsamen Vorfahren von Affen und Menschen, gefunden zu haben.
Laut den Information der Mail, konzentriere sich die Untersuchung auf ein versteinertes Skelett, das in der Grube Messel nahe Frankfurt in Hessen gefunden wurde. Hierbei soll es sich um das bislang erste vollständig erhaltene Skelett einer bislang unbekannten Form der ausgestorbenen Adapiden handeln. Veröffentlicht werden soll die Studie unter Philip Gingerich von der amerikanischen Paleontological Society und dem Norweger Jorn Hurum im Fachmagazin "Public Library of Science".
Die frühe Form der so genanten Adapiformes sind eine ausgestorbene Teilordnung von Feuchtnasenaffen und zählen zu den ältesten bislang gefundenen Primaten. Das gefundene Skelett eines weiblichen Exemplars sei 37 bis 47 Millionen Jahre alt. Erste Analysen des Fundes attestierten eine große Ähnlichkeit Lemuren, einer vorkommenden Feuchtnasenaffenart mit einem charakteristisch langen Schwanz, wie sie noch heute in den Wäldern Madagaskars vorkommen.
Niemand geringeres als der britische Naturforscher und Dokumentarfilmer Sir David Attenborough soll in einer eigenen BBC-Dokumentation den Fund erläutern und dabei aufzeigen, dass es sich nicht, wie bislang angenommen, um das Skelett eines Lemuren handelt, sondern um eine frühe verwandte Form, aus der sich später sowohl Affen, als auch Menschenaffen und schlussendlich Menschen entwickelt haben sollen.
Die Autoren der Studie seien sich sicher, dass es sich bei dem Skelett nicht um das eines Lemuren handeln könne, da das vollständige vorliegende Skelett keinen für Lemuren charakteristischen Zahnkamm, also nach vorne ragenden Schneide- und Eckzähne des Unterkiefers, und auch keine Putzkralle an der zweiten Zehe aufweist. Die Forscher sollen die neue Art zudem auf den wissenschaftliche Namen Darwinius masillae getauft haben.
Die MoS zitiert zumindest Gingrich mit den Worten, dass die Ergebnisse der Untersuchung "unser Verständnis und Wissen über die Evolution voranbringen werden." Laut der Informationsquelle der Zeitung stimmen die beteiligten Wissenschaftler darin überein, dass die Ergebnisse der Studie, die lange und heftig geführte Diskussion über die Primatenart von der die Menschen abstammen sollen, beilegen werde.
Bislang wollten weder Attenborough noch Hurum auf Anfragen der "Mail on Sunday" die der Zeitung vorliegenden Informationen kommentiert haben.
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Quellen: dailymail.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de