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Freitag, 18. September 2009

Missgeburt: Ziege gebärt angebliches Mischwesen

Aufnahmen der Ziegenmissgeburt | Copyright/Quelle: newzimbabwe.com

Lower Gweru/ Simbabwe - In der Gemeinde Lower Gweru in der Midlands-Provinz von Simbabwe sorgt die Missgeburt einer Ziege für Aufsehen, Ängste und Interesse. Lokale Anwohner glauben, in dem fehlgebildeten Zicklein einen Faun, ein Mischwesen halb Ziehe halb Mensch, zu erkennen.

Am vergangenen Sonntagmorgen soll das arme Tier zur Welt gekommen sein und habe nur kurze Zeit überlebt. Tatsächlich zeigen Bilder, wie sie die Zeitung "The New Zimbabwe" verbreitet, ein wirklich schwer entstellten Ziegenjunges, dessen Kopf und Hals durchaus an einen Menschen erinnern können.

Auch die Haut des Tieres, so beschrieb es der Besitzer, habe sich mehr wie Menschenhaut angefühlt. Selbst Hunde, die sonst jedes neugeborene Vieh interessiert beschnüffeln, hätten Abstand von der "Kreatur" gehalten.

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Missgebildet ist jedoch nicht nur der Kopf des Tieres, auch Bauch und Magen ließen der bedauernswerten Kreatur kaum Überlebenschancen. Nach dem Tot hat Bauer Nyoni die lokalen Behörden über das Ereignis informiert.

Vor Ort machten schnell Gerüchte die Runde, wonach es sich bei der Geburt um das Ergebnis von menschlicher Unzucht gegenüber dem Muttertier (Sodomie, Zoophilie) handele. Wissenschaftler schließen eine derartig erfolgreiche Schwangerschaft in Folge einer natürlichen sexuellen Handlung zwischen Tier und Mensch jedoch unzweifelhaft aus.

Skulptur des Pan (l.) und Daphnis, ca. 100 v.Chr., gefunden in Pompeii | Copyright: Public Domain

Angesichts derartiger fehlinterpretierter Missbildungen glauben einige Forscher Hinweise auf die Entstehung der Vorstellungen von mystischen Mischwesen, sogenannten Chimären, zu finden. Allgemein gelten entsprechende Wesen jedoch als rein fiktive Produkte, finden sich jedoch schon in den ältesten künstlerischen Ausdrucksformen nahezu aller Kulturen und gelten unter Psychologen als archetypische Ausformungen von Wünschen des Menschen, sich die Kräfte der Natur zu eigen machen zu können, da entsprechende Wesen sowohl die Merkmale beider vermischter Wesen in sich vereinen. Auch im Schamanimus spielen Erfahrungen und Visionen von Mensch-Tier-Wesen eine wichtige Rolle und gelten hier oft als Mittler zwischen den Welten. Das wohl bekannteste Mensch-Ziegen-Mischwesen, auch als Faun oder Satyr bekannt, stellt der griechische Hirtengott Pan dar und gilt als Naturgott der Fruchtbarkeit und Lebenslust. Ähnliche Figuren finden sich auch in anderen vorchristlichen Religionen und gelten als Vorbilder für den späteren Stereotyp der bockshufigen Teufelsgestalt im Volksglauben.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / talkzimbabwe.com / newzimbabwe.com
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