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Montag, 19. Oktober 2009

Mond-Beschuss: LCROSS-Mission doch erfolgreich

Trümmerwolke, wie sie vom ersten Beschuss durch die Centaur-Raketenstufe der LCROSS-Sonde erzeugt und von der Muttersonde selbst fotografiert werden konnte. | Copyright: NASA

Moffett Field/ USA - Auch wenn der zweifache Beschuss des Mondkraters Cabeus durch die NASA-Sonde LCROSS die Erwartungen von NASA, Wissenschaftlern und Hobby-Astronomen, die auf eine spektakuläre selbst mit irdischen Teleskopen aus sichtbare Trümmerwolke gehofft hatten, zunächst nicht ganz erfüllt hatte (...wir berichteten), konnte die Mondsonde selbst beim ersten Einschlag der Raketenstufe doch eine kleinere Trümmerwolke registrieren. Jetzt hoffen die Forscher darauf, aus diesen Beobachtungsdaten die gesuchten Hinweise auf gefrorenes Wasser am Boden der immerdunklen Mondkrater am Südpol des Erdtrabanten extrahieren zu können.

Nach erster Verwirrung darüber, warum die Einschläge nicht di erwarteten immensen Trümmerwolken erzeugt hatten, zeigt sich der leitende Wissenschaftler der LCROSS-Mission, Anthony Colaprete, nun von den Ergebnissen fasziniert: "Wir sind regelrecht von den gesammelten Daten überwältigt. Unser Team arbeitet derzeit sehr hart an der Auswertung dieser Daten, die von sehr großer Qualität sind."

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Innerhalb des ultravioletten und sichtbaren Lichtspektrums, aber auch in nahen Infrarotbereich seien die Kameradaten zwar schwach aber dennoch eindeutig: "Es gibt einen deutlichen Hinweis auf eine Trümmerwolke aus Staub und feinsten Trümmern. Anhand unser Vorhersagemodelle scheint sich die Helligkeit am unteren Ende der Vorhersagen zu halten. Doch genau das könnte auch ein Hinweis auf die Eigenschaften des Materials erlauben, in welches die Centaur-Stufe eingeschlagen ist"

In ihrer größten Ausbreitung habe die erzeugte Trümmerwolke eine Ausdehnung von 6 bis 8 Kilometern Durchmesser erreicht. Der geschlagenen Krater habe einen Durchmesser von rund 28 Metern.

In den kommenden Wochen will das LCROSS-Team nun die Daten weiterhin auswerten und auch die spektralen Eigenschaften der Trümmerwolke analysieren. Dann wird sich zeigen, ob die Suche nach Wassereislagern in den Kratern des Mond-Südpols erfolgreich war. Für Mitte November rechnen die Forscher mit ersten konkreten Antworten auf diese Frage.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov


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