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Mittwoch, 4. November 2009

Studie belegt Verbindung zwischen TV-Konsum und Aggression bei Kindern

Archiv: Schon in den 1950er Jahren dominierte das Fernsehen auch das Familienleben – nicht nur in den USA | Copyright: Public Domain

Albany/ USA - Kleinkinder zwischen 0 und 3 Jahren sollten so wenig fernsehen wie möglich. Diese Einschätzung, wie sie von Pädagogen, Psychologen und Medizinern schon seit Jahren gepredigt wird, wird nun durch eine erneute Studie US-amerikanischer Forscher wieder einmal bestätigt, zeigt sich doch eine Verbindung zwischen dem TV-Konsum und zunehmend aggressivem Verhalten bei Kleinkindern und Kindern.

"Aggression im frühen Kindesalter kann sehr problematisch für Eltern, Lehrer 
und Betreuer sein und weist häufig auch auf zukünftige Probleme in der Entwicklung im Jugend- und Erwachsenenalter wie aggressivem Verhalten Kriminalität und Gewalt hin", so die Studie.

Zu den zahlreichen Faktoren, wie sie zu Kleinkindaggressivität beitragen, darunter mangelnde Disziplin der Eltern und Unsicherheit im sozialen Umfeld, gehört mit als wichtigster Faktor der zunehmende und meist unkontrollierte Medienkonsum der Kleinen, wobei aufgrund seiner passiven Natur und zeitgleichen massiven Sinneseindrücken das Fernsehen an erster Stelle der von Kleinkindern genutzten Medien steht.

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Das Team um Dr. Jennifer A. Manganello von der University at Albany und Dr. Catherine A. Tayloran der Tulane University School of Public Health and Tropical Medicine in New Orleans hat Befragungsdaten von 3128 Müttern von Kindern, die zwischen 1998 und 2000 in 20 US-Großstädten geboren wurden, ausgewertet und dabei einen deutlichen Hinweis auf eine Verbindung zwischen Kleinkindaggressivität und dem Fernsehkonsum gefunden. Neben dem direkten TV-Konsum der Kinder selbst wurde dabei auch das allgemeine familiäre Fernsehverhalten in die Analyse miteinbezogen.

Dabei zeigte sich, dass in 65 Prozent der Befragten Fälle, Kinder im Alter von unter drei Jahren mehr als zwei Stunden pro Tag Fernsehen schauten. Im Durchschnitt saßen die Kleinen jeden Tag ganze 5,2 Stunden (!) vor der Glotze.

Ein Grund für die sich abzeichnende Verbindung zur Aggressivität unter den Kindern sehen die Forscher auch in dem grundsätzlichen Fernsehverhalten in den Familien, wenn ein zunehmender TV-Konsum der Kinder in den meisten Fällen auch mit mangelnder Kontrolle der Inhalte der von den Kindern gesehenen Programme einherging und tägliche Rituale, wie sie eigentlich das familiäre Zusammenleben stärken sollen (gemeinsames Essen usw.), ebenfalls vom Fernsehen dominiert oder gar durch dieses nahezu vollständig ausgehebelt werden. Hinzu führt ein gesteigerter Fernsehkonsum zwangsläufig zur Reduzierung sonstiger Aktivitäten.

Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen haben die Wissenschaftler in den "Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine" veröffentlicht.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / jamamedia.org / archpedi.ama-assn.org
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