Künstlerische Darstellung eines frühen Planetensystems | Copyright: NASA/JPL-CaltechAnn Arbour/ USA - Laut einer Studie von Astronomen der "University of Michigan" kann sich innerhalb der sogenannten habitablen Zone von Planetensystemen Wasserdampf relativ spontan bilden und sich als Schicht um Wasser- und organische Moleküle legen und diese so vor der zerstörerischen Strahlung der Sonne schützen.
"Wenn man sich einem Stern nähert, so zerstört dessen Strahlung die meisten Moleküle zusehends. Wir haben nun jedoch herausgefunden, dass sich Wasserdampf schnell genug bilden kann um Wasser und andere Moleküle wie Zucker oder Aminosäuren vor dieser Einwirkung zu schützen", erläutert Ted Bergin.
Gemeinsam mit Thomas Bethell hat Bergin Computermodellberechungen angestellt um zu dieser Einschätzung zu gelangen und hat deren Ergebnisse aktuell in der Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht.
Die Forscher bestimmten, dass die Abfolge chemischer Reaktionen, wie sie notwendig sind, um Wasserdampf entstehen zu lassen nur unter Temperaturen von mehr als 300 Kelvin (rund 27 Grad Celsius) einsetzt. Derartige Temperaturen finden sich jedoch nur in relativer Nähe zum Muttergestirn in Regionen, in welchen sich auch erdähnliche Felsplaneten bilden, der sogenannten habitablen Zone. Weiter draußen im Sonnensystem, etwa in der Entfernung des Gasriesen Jupiter, sind die Gase zu kalt um Wasserdampf entstehen zu lassen.
Sobald die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind, bildet sich auch genügend Wasserdampf um eine schützende Schicht um Wassermoleküle und organische Verbindungen zu bilden.
"Es gibt eine reichhaltige organische Chemie, die der Geburt von Sternen vorausgeht", so Bergin. "Diese ist zwar wesentlich einfacher aber jener 'Chemie des Lebens' dennoch ähnlich. Das Verhalten von Wasser kann es diesen Prozessen erlauben, sich fortzusetzen. Ohne diesen Wasserdampf-Schutz würden die organischen Moleküle zerstört werden."
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / umich.edu

