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Donnerstag, 10. Februar 2011

NASA-Sonde liefert neuen Einblick in Mondloch

Neue Aufnahme des Mondlochs im "Meer der Stürme" | Copyright: NASA/GSFC/Arizona State University

Tucson/ USA - Die NASA-Mondsonde "Lunar Reconnaisance Orbiter" (LRO) hat neue Aufnahmen eines Lochs im Mond geliefert, von dem Mondforscher glauben, dass es sich um den Eingang in eine ausgedehnte Mondhöhle handelt - eine Vermutung, die durch den neuen Blickwinkel nun bestätigt wird.

Erstmals wurde das Mondloch im Herbst 2009 von der japanischen Mondsonde Kaguya (Selene) entdeckt (...wir berichteten) und seither als unterirdische, von einstiger Lava gegrabenes Tunnelsystem, sogenannte Lavaröhren, handelt, wie sie zukünftig auch für bemannte Mondstationen als Schutzräume genutzt werden könnten.

Die neuen Aufnahmen belegen nun, dass es sich nicht nur um einen einfachen Schacht handelt, sondern dass sich die Öffnung unterhalb eines Überhangs weiter fortsetzt, es sich also tatsächlich zumindest um einen Hohlraum unterhalb der erstarrten Lavaoberfläche des Mondes handelt.

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Die Öffnung hat einen Durchmesser von 65 Metern und befindet sich in der Nähe des Kraters Marius im "Ozean der Stürme" (Oceanus Procellarum), einer großen Marefläche im westlichen Teil der erdzugewandten Seite des Mondes.

Vorteil der neuen Aufnahme ist nun, dass diese das Loch bei einem tieferen Sonnenstand von 34 Grad zeigt und dadurch teilweise einen Einblick in das Innere der Öffnung erlaubt, die bislang nur bei nahezu rechtwinkligem Sonnenstand fotografiert werden konnte. Auch die Position der Sonde (43°) trug zum jetzigen neuen "Einblick" bei.

Grafische Darstellung der Aufnahmesituation | Copyright: Arizona State University

Die neue Aufnahme ermöglicht einen Einblick von mehren Metern unter die Höhlendecke. Zugleich offenbart die neue Ansicht den Schichtaufbau des Monduntergrunds an der Schachtwand. Dieser ermöglicht den Forschern neue Aufschlüsse über die geologische Vergangenheit der Mareregion auf dem Erdtrabanten.

Lavaröhren könnten zukünftigen bemannten Mondbasen und deren Besatzung als Schutzraum vor kosmischer Strahlung, Meteoritenschlägen, Temperaturschwankungen und sogar als ganze Habitate und Lager dienen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / lroc.sese.asu.edu
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