Donnerstag, 3. Februar 2011

Weltraumteleskop Kepler findet zahlreiche erdgroße Planetenkandidaten innerhalb der habitablen Zonen um ferne Sterne

Archiv: Lebensfreundlicher Exoplanet (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Washington/ USA - Mit der erneuten Veröffentlichung von Beobachtungsdaten des Weltraumteleskops "Kepler" haben NASA-Wissenschaftler auch zahlreiche Kandidaten für erdgroße Planeten bekannt gegeben, die ihre Sterne innerhalb der sogenannten habitablen Zone umkreisen. Somit könnte es auf diesen Planeten aufgrund gemäßigter Temperaturen auch Wasser in flüssiger Form und damit die Grundlage für Leben geben, wie wir es von der Erde kennen.

Bei derartigen "Kandidaten" handelt es sich um mögliche Planeten, deren tatsächliche Existenz noch bestätigt werden muss. Fünf dieser Planetenkandidaten sind in etwa so groß wie die Erde.

Insgesamt hat die NASA Daten von mehreren hundert Planetenkandidaten veröffentlicht, wodurch die Anzahl der von Kepler entdeckten potentiellen Planeten auf 1.235 angestiegen ist.

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68 davon sind in etwa erdgroß. Bei 288 handelt es sich um sogenannte "Super-Erden", also Planeten von dem zwischen 2 bis 10-fachen der Erdmasse, 662 Planeten von in etwa der Größe des Neptun, 165 jupitergroßen Planeten und 19 Planeten, die größer sind als der Gasriese Jupiter.

54 der Kandidaten umkreisen ihre Sterne innerhalb der habitablen Zone und fünf dieser 54 sind in etwa erdgroß. Die verbleibenden 49 Kandidaten in der lebensfreundlichen Zone verfügen über Größen zwischen dem Zweifachen der Erde und der mehrfachen Größe des Jupiters.

Die Positionen der Planetenkadidaten im Sichtfeld des Weltraumteleskops Kepler | Copyright: NASA/Wendy Stenzel (dt.: grenzwissenschaft-aktuell.de)

Die neuen Daten basieren auf den Beobachtungen des Weltraumteleskops vom 12. Mai bis zum 17. September des Jahres 2009. Bei seinen Beobachtungen deckt Kepler lediglich eine Region ab, die gerade einmal 1/400 des Himmels entsprechen, innerhalb derer sich allerdings mehr als 156.000 Sterne befinden.

"Die Tatsache, dass wir so viele Planetenkandidaten in einem derart kleinen Himmelsausschnitt gefunden haben, legt den Schluss nahe, dass es in unserer Galaxie unzählige Planeten gibt, die sonnenähnliche Sterne umkreisen", erläutert William Borucki vom "Ames Research Center" der NASA im kalifornischen Moffett Field die bisherigen Ergebnisse. "Mit einem Mal haben wir die Anzahl erdgroßer Planetenkandidaten von 0 auf 68 und jene der Kandidaten für Planeten innerhalb der habitablen Zone von 0 auf 54 gesteigert." Selbst wenn nicht alle dieser Planeten erdähnliches Leben beherbergen können, könnten viele von Ihnen wiederum Monde haben, auf welchen Wasser in flüssiger Form existieren könnte.

Unter den zahlreichen Sternen mit Planetenkandidaten befinden sich auch 170 "Sonnen" mit mehr als einem sie umkreisenden Planeten - darunter auch das bislang am dichtesten von Planeten belegte Planetensystem, das bislang entdeckt wurde (...wir berichteten).

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
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