Mittwoch, 2. November 2011

Autor Viktor Farkas verstorben

Viktor Farkas (1945 - 2011) | Copyright: farkas.at

Wien/ Österreich - Wie die "ScienceFictionGruppeWien" (SFGW) gestern mitteilte, ist der österreichische Sachbuchautor Viktor Farkas am gestrigen Allerheiligen-Tag in Wien verstorben.

- Diese Meldung basiert auf einem Nachruf auf Viktor Farkas von Reinhard Habeck

Viktor Farkas, Jahrgang 1945, war erfolgreicher Werbefachmann, Journalist und einer der populärsten österreichischen Sachbuchautoren. In seinen zahlreichen Werken widmete sich Farkas bevorzugt umstrittenen Verschwörungstheorien und unerklärlichen Phänomenen, die in großen Verlagshäusern erschienen sind, darunter Orac, Humboldt, Langen Müller Herbig und Heyne. Anlässlich des Orwell-Jahres 1984 verfasste er das erste deutsche "Science Fiction Quizbuch", das innerhalb des Science-Fiction- und Fantasie-Genres zum Grundlagenwerk zählt.

Internationalen Bestseller gelangen dem vielseitigen Autor mit Titeln wie "Unerklärliche Phänomene jenseits des Begreifens" (1988), "Rätselhafte Wirklichkeiten" (1998) oder "Zukunftsfalle - Zukunftschance, Leben und Überleben im Dritten Jahrtausend". Berührungspunkte in seinem Schaffen gab es ebenso zum UFO-Rätsel und der Paläo-SETI-Theorie über mögliche außerirdische Eingriffe in der Vergangenheit.

Ein viel diskutierter Titel Farkas war, 1986 erstmals gemeinsam mit seinem Wiener Kollegen und Co-Autor Peter Krassa (+2005) veröffentlicht, "Lasset uns Menschen machen - Schöpfungsmythen beim Wort genommen". Ebenso machte sich Viktor Farkas einen internationalen Namen als Lektor. Aus dem Englischen übersetzte und bearbeitete er 1991 John Spencers Standardwerk "UFOs - the definitive Casebook" (dt.: "Geheimnisvolle Welt der UFOs - Sichtungen - Entführungen - Kontakte").

Zu seinen letzten Büchern (erschienen bei Kopp) zählen "Mythos Informationsgesellschaft" (2005), "Gnadenlose Macht" (2007) und "Unsichtbare Fronten" (2009). Seinen letzten Artikel (Cover-Story) verfasste er über das militärisch-bedrohliche HAARP-Projekt, erschienen in der Oktoberausgabe des Online-Gratis-Magazins "mystikum.at".

Viktor Farkas (farkas.at) hatte noch viele fantastische Ideen für spannende Bücher in Vorbereitung, die nun ungeschrieben bleiben müssen. Von seiner schweren Herzerkrankung im Jahre 2010, die Operationen und längere Spitalsaufenthalte bedeuteten, hat er sich trotz Rehab-Bemühungen nicht mehr erholt.

Sein spezielles und umfangreiches SF- und Phänomene-Archiv wird der Nachwelt erhalten bleiben. Viktor Farkas letzter Wille war es, seine Sammlung der Wiener "Villa Fantastica - Bibliothek für fantastische Literatur" (villafantastica.com) zu vermachen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / reinhardhabeck.at
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