Mittwoch, 13. Juni 2012

Mars-Rover soll deutlich näher an seinem Forschungsziel landen


Die deutlich verkleinerte Landezone des MSL-Rovers (kleine Ellipse) am Fuße des Mount Sharp im Marskrater Gale. (Eine vergrößerte Darstellung finden Sie HIER) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/ESA/DLR/FU Berlin/MSSS

Pasadena (USA) - Wissenschaftler der NASA haben den Landeort der mobilen Laboreinheit "Curiosity", die im Rahmen der "Mars Science Laboratory"-Mission (MSL) am kommenden 5. August auf dem Mars landen soll, deutlich verkleinert. Damit soll der Rover sehr viel näher an seinem Ziel, einem Berg im Innern des Gale-Kraters landen als bislang geplant. Gelingt die Landung, würde sich alleine die bisherige Anfahrtszeit des Rovers zu seinem Einsatzort nahezu halbieren. Erste Ergebnisse der Suche nach Hinweisen auf Leben auf dem Mars könnten also schon Monate früher zur Verfügung stehen als bislang erhofft.

Nach zahlreichen Tests und Simulationen ist es den NASA-Wissenschaftlern und Ingenieuren erfolgreich gelungen, die Genauigkeit des Landevorgangs deutlich zu erhöhen. Dadurch, so berichtet der Projektmanager der MSL-Mission Pete Theisinger vom Jet Propulsion Laboratry (JPL) der NASA, kann "Curiosity" nun deutlich näher am Mount Sharp inmitten des Gale-Kraters landen als bislang geplant. Hier soll die mobile Laboreinheit in den offen liegenden Gesteinschichten nach Hinweisen auf einstiges oder sogar heute noch vorhandenes Leben suchen.

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Draufsicht auf die verkleinerte Landezone des MSL-Rovers (Ellipse) am Fuße des Mount Sharp im Marskrater Gale. (Eine vergrößerte Darstellung finden Sie HIER) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/ESA/DLR/FU Berlin/MSSS

Die bisherige Landeellipse mit einem Durchmesser von 20 x 25 Kilometern konnte somit auf eine maximale Ausdehnung von 7 x 20 Kilometern verkleinert werden. Trotzdem wird der Lander damit immer noch in sicherem Terrain mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zu den steilen Hängen des Mount Sharp landen können.

Der Mount Sharp selbst besteht aus Ton- und Sulfatmineralien, die zu ihrer Entstehung Wasser benötigen. Aus diesem Grund vermuten Forscher, dass es sich hierbei um Sedimentschichten handelt, die sich auf dem Kraterboden abgesetzt hatten, als der Krater einst für einige hundert Millionen Jahre mit Wasser gefüllt war.


Die mobile Laboreinheit "Curiosity" bei Einsatz auf dem Mars (Illu.). | Copyright: NASA / JPL

Zunächst werde die Mission wahrscheinlich nur eine Untersuchung des Fußes des Berges erlauben. Sollte "Curiosity" (Neugierde) es jedoch seinem Vorgänger, dem Mars-Rover "Opportunity" gleichtun und seine Einsatzfähigkeit weit über das erhoffte Minimalziel der Mission hinaus erhalten, könnte die Laboreinheit nach und nach auch in höhere Regionen vorstoßen.

Als Primärziel soll der Rover etwa ein Marsjahr lang (rund zwei Erdenjahre) seine Umgebung untersuchen und Proben analysieren, um festzustellen, ob der Krater tatsächlich einst lebensfreundliche Umweltbedingungen aufzeigte. Neben der Suche nach Spuren einstigen Wassers, wird der Rover aber auch in der Lage sein, Biomarker wie organische Komponenten im Boden und Felsgestein zu identifizieren.

Mit insgesamt zehn Instrumenten an Bord soll der Rover Informationen liefern, wie lebensfeindlich oder auch -freundlich der Mars in der Vergangenheit war - und für zukünftige bemannte Missionen sein kann.


Die MSL-Landeeinheit kurz vor dem Absetzen des Rovers (Illu.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech

Nachdem frühere Rover an Fallschirmen oder im Innern von Luftkissen auf dem Roten Planten abgesetzt wurden, wird heuer die Mobile Landeeinheit der Mission mit einem ausgefeilten Kransystem von einer Raketenplattform auf die Marsoberfläche herabgelassen - ein Anblick, der vermeintlichen Marsbewohnern wohl wie eine klassische UFO-Landung erscheinen würde.


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