Dienstag, 26. Februar 2013

Astronomen rekonstruieren Herkunft des Tscheljabinsk-Meteoriten


Standbild aus einem Zeugenvideo des Meteoriten vom 15.02.2013 über Tscheljabinsk.
| Copyright/Quelle: youtube.com 

Medellin (Kolumbien) - Anhand der zahlreichen Videoaufnahmen des über Tscheljabinsk explodierenden Meteoriten vom 15. Februar 2012, durch dessen Schockwelle mehr als 1.000 Menschen verletzt und erheblicher Sachschaden angerichtet wurde (...wir berichteten), konnten kolumbianische Astronomen nun mit der genauen Flugbahn des kosmischen Brockens auch dessen genaue Herkunft bestimmen.

Wie das Team um Jorge Zuluaga und Ignacio Ferrin von der Universidad de Medellin aktuell auf "arxiv.org" berichten, gelang ihnen die Rekonstruktion der Umlaufbahn des Mutterkörpers des Meteoriten um die Sonne anhand der zahlreich vorhandenen Videoaufnahmen, den damit ebenfalls zur Verfügung stehenden Zeitangaben und der auf einigen Video ebenfalls sichtbare Schattenwürfe der Rauch- und Trümmerwolke des durch die Erdatmosphäre rasenden Meteors.



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Diese Daten in die Astronomie-Software des US Naval Observatory übertragen zeigte, dass es sich um einen Brocken aus der Familie der sogenannten Apollo-Asteroiden handelte, die die Erdbahn kreuzen können.

Grafische Rekonstruktion der Umlaufbahn Tscheljabinsk-Meteoriten (ChM) um die Sonne. | Copyright/Quelle: Zuluaga u. Ferrin, arxiv.org

Von den bislang rund 9.700 entdeckten und damit bekannten "erdnahen Asteroiden" sind etwa 5.200 von diesem Asteroiden-Typ. Die nur flach geneigte Umlaufbahn des einstigen Asteroiden sowie deren elliptische Form sprechen zudem dafür, dass der Brocken aus Sonnensystem und wahrscheinlich aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter stammt. Weitere Untersuchungen könnten zukünftig sogar genau aufzeigen, aus welcher Region innerhalb des Asteroidengürtels der Tscheljabinsk-Meteorit kam.

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten
 

- Den vollständigen Artikel von Zuluaga und Ferrin finden Sie HIER

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