Freitag, 24. August 2007

NEUE THEORIE ZUM BAU VON STONEHENGE

Der Steinkreis von Stonehenge | Copyright: Frank Laumen

Bristol/ England – Neben der Frage, wozu der monumentale Steinkreis von Stonehenge im englischen Wiltshire errichtet wurde, sorgt die Frage, wie es den Menschen gelang, die Tonnenschweren horizontalen Decksteine auf die vertikalen Tragsteine zu hieven. Ein Ingenieur aus Bristol präsentiert nun eine neue, mechanische Idee.

Um die bis zu 45 Tonnen schweren Decksteine vor rund 4300 Jahren auf eine Höhe von 6,7 Metern auf die säulenartigen Tragsteine (Trilithen), zu heben, präsentiert Nick Weegenaar (52) einen nahezu simplen Radmechanismus, den er „Litho Lift“ nennt.

Das Prinzip des „Litho Lift“ | Copyright: bbc.co.uk

Gegenüber der BBC erklärt Weegenaar: „Es handelt sich um eine einzigartige Maschine, die als nächstes in Originalgröße getestet werden sollte.“

Demnach sollen die Decksteine in eine Radkonstruktion aus Holz eingespannt, von Gegengewichten ausbalanciert und mittels Menschen- oder Tierkraft entlang einer abgemessenen Strecke auf einer Schiene auf die Trilithen gedreht und dann abgesetzt worden sein.

HIER finden sie eine Animation zum Wirkungsprinzip von Weegenaars „Litho Lift“

Einige Archäologen sehen in der Theorie von Weegenaar eine „interessante Idee“, deren Prinzipien alle funktionieren. Kritiker bezweifeln jedoch, dass die Erbauer von Stonehenge bereits derart technisch fortgeschritten waren, um dieses Prinzip und die Konstruktion zu entwickeln. Auch Dave Batchelor vom „English Heritage“, dem Staatsorgan zur Erhaltung und Pflege von archäologisch und historisch bedeutsamen Stätten in Großbritannien, hegt Zweifel an der Idee. Eine solche Methode hätte sicherlich Spuren vor Ort hinterlassen und eben solche Spuren seien bislang nicht gefunden worden. Auch stellt Batchelor gegenüber der BBC die Nutzung des Rades im damaligen England generell und somit Weegenaars Modell in Frage.

Quelle: bbc.co.uk / franklaumen.de

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