Sonntag, 28. Oktober 2007

SETI-Astronomen beraten über Protokoll für Kontakt mit Außerirdischen

Die „Allan Telescope Array“ sucht von Kalifornien aus nach außerirdischen Signalen | Copyright: seti.org

Hyogo/ Japan – Am 4. November treffen sich mehr als 66 japanische Astronomen am „Nishi-Harima Astronomical Observatory“ in Japan, um eine allgemeine Prozedur für den Fall festzulegen, dass sie oder auch Laien Signale von außerirdischen Zivilisationen entdecken.

Alle Teilnehmer beteiligen sich weltweit an der „Suche nach außerirdischer Intelligenz (Search for Extraterrestrial Intelligence SETI)“ Allgemein halten es die SETI-Forscher erwartugsgemäß am vernüftigsten, dass sich die Entdecker der ersten Alien-Botschaft umgehen an Astronomische SETI-Einrichtungen und Rgeierungsstellen wenden.

Die „Internationale Astronomische Union (IAU)“ will sich so lange mit der Bestätigung eines solchen „Ersten Kontakts“ zurückhalten, bis die Beweise überprüft und bestätigt werden können. Nachdem andere Erklärungen ausgeschlossen werden können, sollen die Wissenschaftler dann über die „IAU“ den Generalsekretär der Vereinten Nationen verständigen.

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Hintergrund: "First-Contact" ...aber bitte nur nach SETI-Regeln
Gerade anerkannte SETI-Forscher sind leider dafür bekannt, dass sie die Evidenz und Art und Weise wie ein solcher Kontakt auszusehen hat, lediglich nach den eigenen Maßstäben festlegen.

Ein markantes Beispiel hierfür ereignete sich im Sommer 2001 in England. In Form eines aufwendigen Kornkreis-Musters wurde dort in einem Feld am Radioteleskop von Chilbolton in Hampshire eine komplexe und stimmige Antwort auf die SETI-Botschaft entdeckt, die damals vom Radioteleskop in Arecibo ins All gesendet wurde.

Das Kornkreis-Muster von Chilbolton im grafischen Vergleich mit der SETI-Botschaft von 1974 | Copyright: Andreas Müller, Quelle: „Phänomen Kornkreise“, AT-Verlag 2005

Ohne eigene Untersuchungen der Kornkreise anzustrengen, reagierte das SETI-Institut im kalifornischen Mountain View umgehend und deutlich ablehnend auf die Idee, dass der langersehnte „First Contact“ in Form eines Kornkreises und nicht über die SETI-eigenen Radioteleskope stattgefunden haben könnte. Als Hauptargument in dieser Frage führte das SETI-Institut folgende Feststellung an: „Wenn die Aliens das Signal (von 1974) empfangen haben bedeutet dies, dass sie auch über unsere technischen Möglichkeiten, hochfrequente Radiosignale zu senden und zu empfangen, bescheid wissen (...) Dieses Wissen hätten sie im Falle des Kornkreises dann auch dadurch offenbart, dass die (Kornkreis)-Antwort direkt in ein Feld neben ein Radioteleskop gelegt haben. Warum sollten sie sich also für eine solch grobe Methode entschieden haben, eine derart einfache Botschaft in ein Weizenfeld zu schneiden, anstatt die gleiche Botschaft als Radiosignal an die Station zu übermitteln. Mit einer Radiobotschaft hätten sie zudem weitaus mehr, als nur eine Antwort auf unsere „Frage“ geben können (...). Wenn die Aliens also in der Lage sind nach Hampshire zu kommen, sollten sie auch entwickelt genug sein, uns etwas mehr Informationen anzubieten, als man auch in einem Glückskeks finden kann."

Die vollständige Reaktion des SETI-Instituts auf das Kornkreis-Muster von Chilbolton finden Sie HIER

Unabhängig davon, was man von den Kornkreisen bei Chilbolton halten mag, so offenbart die Reaktion der SETI-Verantwortlichen ein ebensolche humanozentrische und wissenschaftorientierte Vorstellungs- und Denkwelt, wie schon die Konzeption der 1974 ins All gesendeten Botschaft.

Eine ausführliche Dokumentation, Analysen und Diskussion zu den Kornkreisen von Chilbolton finden Sie auch im Buch „Phänomen Kornkreise“, das Sie im Folgenden direkt bestellen können.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / seti.org
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