SETI-Astronom Seth Shostak | Copyright: seti.orgNew York/ USA – Im Interview mit „Space.com“ diskutiert der Astronom Seth Shostak vom „SETI (Search for Extraterrestrial Intelligenz) Institute“ über den Sinn der Suche nach außerirdischer Intelligenz und dem teilweise enormen – auch finanziellen - Aufwand, der hierfür betrieben wird.
Auf die Frage, ob man beispielsweise die Gelder, die für SETI ausgegeben werden, nicht für „wichtigere Dinge“ investieren sollte, stellte Shostak erneut klar, dass zumindest die US-amerikanischen SETI-Programme seit 1993 nicht mehr mit Steuergeldern finanziert werden.
Kritikern gegenüber erklärt der Astronom zudem, dass es auch in früheren Zeiten in einigen Teilen der Welt menschliche und humanitäre Probleme gab und dennoch anderen Ortes Menschen neue Interessen und Theorien erforscht haben und nur dadurch auch neues Wissen und Fortschritt entstanden ist. Das eine gegen das andere abzuwägen sei nicht wirklich zielführend, da sowohl die Frage, als auch die Antwort subjektiv-relativer Natur sei und jeweils vom Standpunkt der Vertreter und Kritiker bewertet werden müsse.
„Hätten die Medicis im 17. Jahrhundert das Geld, mit dem sie die Forschungen Galileo Galileis unterstützt hatten, für die Armenspeisung ausgegeben, hätte Galileo vielleicht nie die Theorien von Kopernikus beweisen können und hätte vielleicht nie das moderne Weltbild begründet. Auch Mozarts musikalisches Talent wurde von Philantropen gefördert, obwohl damit Essen für Notleidende hätten bezahlt werden können“, so Shostak.
Bücher von Seth Shostak über SETI und "Leben im All":
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Bei der Förderung der SETI-Forschung gehe es auch nicht um finanzielle Interessen sondern um wissenschaftlich ideelle Werte und Interessen. Es sei primär der Wissensdrang und die Neugier nach der Frage, ob da draußen Intelligentes Leben existiert, so Shostak und zitiert Richard Feynman der einmal erklärte: „Wissenschaft ist wie Sex – manchmal kommt etwas Nützliches dabei heraus, aber das ist nicht der Grund, warum wir es betreiben.“
SETI sei die Suche nach Antworten auf uralte Menschheitsfragen und könne dazu beitragen die Rolle der Menschheit in Universum besser zu verstehen.
Das vollständige Orignalinterview finden Sie HIER
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Quellen: sapce.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
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