Freitag, 9. November 2007

Siedlung der „Erbauer von Stonehenge“ erweist sich als neolithische „Großstadt“

Der Steinkreis von Stonehenge | Copyright: Frank Laumen

Stonehenge/ England – Bereits im Januar hatten Archäologen erste Reste einer frühgeschichtlichen Siedlung unweit der Steinkreisanlage von Stonehenge im englischen Wiltshire entdeckt. Mehr und mehr zeichnet sich jetzt vor Ort eine archäologische Sensation ab: Die Forscher vermuten, dass es sich bei der Anlage um die größte neolithische Siedlung in Nordeuropa handelt.

Bislang wurden auf dem Areal in drei Kilometern Nähe zum berühmten Steinkreis-Monuments 10 Häuserreste ausgegraben. Die Archäologen vermuteten ursprünglich bis zu 300 weitere Funde, die noch unter Erde der so genannten Durrington Walls verborgen sind. Diese Schätzung wird von den Wissenschaftlern jetzt um die doppelte Anzahl erhöht. Sollte diese Schätzung zutreffen, dürften innerhalb der Anlage mehr als 2000 Personen gelebt haben.

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„Erst jetzt realisieren wir die Ausdehnung der Siedlung der Erbauer von Stonehenge“, erklärt Grabungsleiter Professor Mike Parker Pearson vom „Stonehenge Riverside Project“ der „Sheffield University“ gegenüber der BBC.

Untersuchungen der bisherigen Funde offenbarte auch eine deutlich unterschiedlich strukturierte Sozialstruktur des Mega-Dorfes. Aus dieser Tatsache leiten die Archäologen zudem die Einsicht ab, dass der Bau des Steinkreises selbst wahrscheinlich nicht nur von Freiwilligen geleistet wurde.

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Die Dorfanlage der Durrington Walls wurde zwischen 2600 und 2500 v. Chr. Begründet. Die neuen Erkenntnisse ermöglichen den Wissenschaftler neue Einblicke in die neolithische Sozialstruktur. Auch glauben sie, dass am Bau von Stonehenge ein Großteil der damaligen Bevölkerung des südlichen Englands beteiligt war - eine soziale Großanstrengung also.

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Anhand von Schlagspuren im Kalkboden glaubt Parker Pearson zudem, dass in den Durrington Walls bereits Werkzeuge aus Kupfer verwendet wurden. Wenn sich diese Vermutung bestätigen sollte, wäre dies der älteste Nachweis der Verwendung von Kupfer auf den britischen Inseln. Bislang glaubte man, dass das Kupferzeitalter hier erst 2400 v.Chr. Einzug gehalten habe. Demnach müssten die Archäologen dann den Beginn der Kupfer- bzw. Bronzezeit in der Region vordatiert werden. Pearsons Theorie wird durch die völlige Abwesenheit von Steinwerkzeugen untermauert.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk / shef.ac.uk


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NEUE THEORIE ZUM BAU VON STONEHENGE
, 24. August 2007
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