Jeanne Calment wurde 122 Jahre alt und starb 1997 | Copyright: GNU FDLMainz/ Deutschland – Forscher der „Universität Mainz“ glauben, die maximale Lebensdauer einer jeden Tierart aus dem Erbmaterial ablesen zu können. Die Menge einer bestimmten Art von Aminosäuren in den Mitochondrien gilt als Indikator.
Im Fachmagazin „Aging Cell“ berichten die Biochemiker Bernd Moosmann und Christian Behl über Ihre Untersuchungen an bislang 248 Arten, deren Gensequenzen mit der maximalen Lebensdauer in Beziehung gesetzt wurde. Hierbei zeigte sich, dass die Abfolge bestimmter Genome in der mitochondrialen DNA auf die Lebensdauer schließen lässt. Die Mitochondrien sind die Organellen der Zelle, in der die Verbrennung von Nährstoffen stattfindet wodurch alle Zellfunktionen betrieben werden. Ein Nebenprodukt dieser Aktivität sind hochreaktive Sauerstoffradikale. In ihnen sehen die Forscher einen Schlüssel zum Verständnis der Alterungsprozesse des Körpers.
Je seltener die Mainzer Forscher in mitochondrialen Genom die Sequenz für die Aminosäure Cystein vorfanden, desto höher lag die Lebensspanne der untersuchten Art, das berichtet der Nachrichtensender „n-tv“. Die Cystein-Sequenz besitzt dabei eine Schwefelgruppe, die besonders anfällig für die Sauerstoffradikale ist – deswegen leben Tiere mit geringerem Cystein-Anteil deutlich länger.
Basierend auf diesen Untersuchungen errechneten die Forscher die maximale Lebensdauer des Menschen auf etwa 120 Jahre. Der älteste dokumentierte Mensch war die Französin Jeanne Calment. Sie wurde am 21. Februar 1875 und starb am 4. August 1997 im Alter von 122 Jahren, 5 Monaten und 14 Tagen.
Quellen: n-tv.de / grenzwissenschaft-aktuell.de / blackwellpublishing.com
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