Samstag, 29. Dezember 2007

Möglicher Asteroiden-Einschlag auf Mars: Treffer-Wahrscheinlichkeit steigt auf 1:25

Die Grafik zeigt die Flugrichtung (Pfeil) und die berechneten möglichen Flugbahnen (gelbe Punkte), von denen einige die Bahn des Planeten direkt kreuzen würden. Dann würde der Asteroid den Roten Planeten direkt treffen | Copyright: NASA / JPL

Pasadena/ USA – Nachdem kürzlich Astronomen des „Near-Earth Object (NEO) Program“ der NASA die Wahrscheinlichkeit, dass der erst im November entdeckte Asteroid „2007 WD5“ mit voller Wucht auf den Mars treffen wird (wir berichteten) auf 1:75. Jetzt korrigierten die Forscher diese Quote auf 1:25.

„Normalerweise haben wir es mit Wahrscheinlichkeitswerten von eins zu einer Million zu tun“, zitiert die „Los Angeles Times“ den JPL-Kometen- und Asteroidenjäger Steve Chesley. „Bei unter 100 werden wir hellwach!“ In den kommenden Wochen, so vermuten die Forscher allerdings, wird die Wahrscheinlichkeit eines Treffers aufgrund genauerer Bahnberechnungen jedoch wieder deutlich kleiner.

2007 WD5 hat einen Durchmesser von rund 55 Metern. Sollte er den Mars treffen, würde am 30. Januar 2008 gegen 11 Uhr die dünne Marsatmosphäre dem kosmischen Geschoss kaum Widerstand bieten, wodurch dieser auch wahrscheinlich nicht auseinanderbrechen wird und einen Krater von mindestens 800 Metern schlagen könnte. Demnach wo der Einschlag stattfindet, wäre diese Katastrophe selbst mit Teleskopen von der Erde aus zu beobachten.

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Wissenschaftler fiebern einem solch möglichen Ereignis schon jetzt regelrecht entgegen. Es wäre das erste Mal, dass ein solcher Asteroideneinschlag in einen Felsplaneten direkt und sozusagen aus direkter Näher beobachtet werden könnte. Lediglich der Einschlag des Kometen „Shoemaker-Levy“ in die Atmosphäre des Gasriesen Jupiter sorgte bereits 1994 für ähnliches Interesse.

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Noch befindet sich der Asteroid perspektivisch betrachtet hinter dem Mond und es wird noch mindestens eine Wochen vergehen, bis er wieder sichtbar wird und seine exakte Flugbahn analysiert werden kann.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / neo.jpl.nasa.gov
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