Dienstag, 11. Dezember 2007

NASA-Rover findet mögliche Hinweise auf Mikroben auf dem Mars

Die von defekten Rad des Mars-Rover „Spirit“ freigelte Spur auf dem Mars | Copyright: NASA/JPL/Cornell

Passadena/ USA – Mit dem Rover „Spirit“ haben Forscher der NASA auf dem Mars eine geologisch alte Bodenstruktur entdeckt, wie sie ideal für mikrobiologisches Leben gewesen sein könnte. Die NASA selbst spricht von der möglicherweise wichtigsten Entdeckung des Roboters.

Wahrscheinlich sind die Ablagerungen entstanden, als heißes Quellwasser oder Dampf mit dem vulkanischen Gestein in Kontakt kam. Auf der Erde sind ähnliche Strukturen dafür bekannt, dass es hier nur so von Bakterien wimmelt.

Die Entdeckung selbst gelang allerdings eher zufällig. Aufgrund eines gebrochenen Rades hatte der Rover die Marsoberfläche angekratzt und stieß bereits im Mai dieses Jahres bei der Analyse der hinterlassenen Scheifspur auf die Ablagerungen, die sich deutlich heller von der Umgebung abhob (wir berichteten). Eine eingehende Analyse zeigte, dass die freigelegte Spur besonders quarzhaltig ist, der entweder durch heiße Geysire, oder durch sogenannte Fumarole, also Dampfaustrittstellen im Bereich von geothermisch aktiven Gebieten, aus welchen Wasserdampf und vulkanische Gase austreten, entstanden ist.

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In beiden Fällen wäre die Bodenstruktur ideal, um einst Bakterien beheimatet zu haben. Da die Quarzablagerungen mögliche Mikroben konserviert haben sollten, erhoffen sich die NASA-Wissenschaftler nun, genau an dieser Stelle eindeutige Spuren von einstigem mikrobiologischen Leben auf dem Roten Planeten zu finden.

„Untersucht man die Umgebung von Geysiren oder Fumarolen auf der Erde, wimmelt es dort nur so von mikrobiologischem Leben“, erläuterte der Chefwissenschaftler der Rover-Mission Steve Squyres gegenüber der BBC.

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Allerdings ist „Spririt“ selbst nicht mit den notwendigen Instrumenten ausgestattet, um nach Spuren von Leben zu suchen, und die Quarzspur entsprechend zu analysieren. Deshalb sollen nun zukünftige Missionen, wie das „Mars Science Laboratory“ der NASA oder die ESA-Mission „ExoMars“ auf dieses Ziel angesetzt werden.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / bbc.co.uk

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