Montag, 31. Dezember 2007

Verwirrung um angeblich päpstliche Pläne für neue Exorzismus-Kampagne

Der katholische Exorzist Pater Gabriele Amorth | Copyright: unbekannt

Vatikan – Laut einem hochrangigen Exorzisten des Vatikans, soll Papst Benedikt XVI. seine Bischöfe zur Einsetzung und Ausbildung von neuen Exorzisten aufgerufen haben, um weltweit den Anstieg von Satanismus und teuflische Besessenheit zu bekämpfen. Der Pressesprecher des Vatikan verneint jedoch die Aussagen.

Zuvor hatte einer der obersten Exorzisten des Vatikans, Pater Gabriele Amorth, gegenüber dem katholischen Online-Nachrichtendienst „Petrus“ erklärt, der Heilige Stuhl sehe sich zu diesem Schritt gedrungen, da man sehr besorgt über den neuen Anstieg des Interesses am Okkulten sei. Grund hierfür sei nicht zuletzt die Verbreitung satanischer Sekten und deren Botschaften durch Rockmusik und Internet. Kurse sollten interessierte Priester auf dem Kampf gegen „diese extremste Form von Gottlosigkeit“ vorbereiten, so Amorth. „Zu viele Bischöfe nehmen diese Angelegenheit nicht ernst genug (...) Gott sei Dank haben wir in Benedikt XVI einen Papst, der die Existenz und die Gefahren des Bösen noch aus seiner Zeit als Leiter der Glaubenskongregation kennt.

Der Papst, so Amroth, wolle zudem auch ein traditionelles Schutzgebet am Ende einer jeden Messe wiederbeleben. Das Gebet zum Erzengel Michael wurde 1880 von dem Leo XIII. verfasst und soll auf eine Dämonene-Vision des Papstes zurückgehen. 1960 stellte Papst Johannes XXIII. die Anwednung frei und seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) hat es keine Verwendung mehr in der Heiligen Messe.

Der Text dieses Michaelsgebetes liest sich wie folgt:
„Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. ‘Gott gebiete ihm‘, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.“

Bücher von Pater Gabriele Amorth

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Kurze Zeit später korrigierte der Direktor des vatikanischen Pressebüros, Pater Federico Lombardi, jedoch die Aussagen von Amroth: „Papst Benedikt XVI. hat nicht die Absicht die Bischöfe zu solchen Aktivitäten aufzurufen.“ Weitere Informationen von Seiten des Vatikans lagen uns bis Redaktionsschluss dieser Meldung noch nicht vor.

Weitere Bücher von Amorth

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cwnews.com / papanews.it


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