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Samstag, 22. Dezember 2007

Wintersonnenwende 2007: Wenn das Licht langsam wiederkehrt

Abendsonne über Stonehenge | Copyright: Frank Laumen

Heute morgen um 07:08 Uhr leitet die Wintersonnenwende jene Zeit ein, in der die Tage langsam wieder länger werden und das Licht zurückkehrt. Dies hat nicht nur meteorologische, sondern hatte auch kulturelle und religiöse Folgen.

Astronomisch bedeutet dies zum einen den Winteranfang und, dass die Sonne zur ihren tiefsten Stand im Jahreslauf erreicht hat – es herrscht zugleich der kürzeste Tag und die längste Nacht, weil der größere Teil der täglichen Sonnenbahn unterhalb des Horizonts liegt.

Doch was sich von alters her als Folge des Sonnenkreislaufs wahrnehmbar meteorologisch auswirkt, hatte schon immer auch religiöse Auswirkungen auf die Menschen, seit diese die astronomischen Gesetzmäßigkeiten hinter den Jahreszeiten erkannt haben.

Da ab dem heutigen 21. bzw. 22. Dezember die Tage messbar wieder länger werden, gilt die Wintersommerwende in vielen Antiken und frühmittelalterlichen Kulturen und Religionen als eines der wichtigsten Jahresfeste. Kultstätten wie der berühmte Steinkreis von Stonehenge markieren diesen Zeitpunkt anhand der Steinsetzungen.

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Schon die Germanen feierten um das Datum der heutigen Wintersonnenwende das sogenannte Julfest und noch heute trägt Weihnachten in den skandinavischen Ländern diesen Namen. Im Alten Rom war der 25. Dezember einer der höchsten Feiertage und wurde zu Ehren des Gottes der unbesiegten Sonne „Sol invictus“ gefeiert.

Auch das Christentum übernahm diese Alten Feiern und begeht noch heute am 24. Dezember mit dem Weihnachtsfest die Geburt Jesu Christi, der auch als das „Licht der Welt“ (Sonne) bezeichnet wird.

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Astronomisch ließt sich die Erklärung für die Sonnenwenden am 21. Juni und 21./22. Dezember wie folgt: „Eine Sonnenwende oder Sonnwende tellt den Zeitpunkt dar, in dem die Sonne im Lauf eines Sonnenjahres die größte nördliche oder südliche Deklination (also die Projektion der Breitenkreise der Erde auf eine imaginäre Himmelskugel) erreicht. In diesem Augenblick kehrt die Sonne ihre durch die Schiefe der Ekliptik (also, die Projektion der scheinbaren Bahn der Sonne im Verlauf eines Jahres auf die bereist erwähnte Himmelskugel) bewirkte Deklinationsbewegung um und nähert sich wieder dem Himmelsäquator. Diese maximale Deklination erreicht sie jedes Jahr zweimal: einmal nördlich und einmal südlich des Himmelsäquators; je nach Hemisphäre (also Nord- oder Südhalbkugel der Erde) spricht man dabei jeweils von der Sommer- oder Wintersonnenwende. Zu diesen Zeiten hat sie auch ihre größte bzw. geringste Mittagshöhe über dem Horizont.“

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / wikipedia.de / franklaumen.de
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