Trickzauberer und Skeptiker James Randi | Copyright: randi.org/JREFFort Lauderdale/ USA – 12 Jahre nach der erstmaligen Auslobung seines Preisgeldes für den überprüfbaren Nachweis paranormaler Fähigkeiten, der zuletzt auf eine Millionen Dollar aufgestockt wurde, will der berühmte Skeptiker James Randi seine „Million Dollar Challenge“ 2010 beenden.
Wie der Trickmagier auf seiner Homepage erklärt, soll die Auslobung am 6. März 2010 enden. Zahlreiche Medien haben sich in den vergangenen 12 Jahren um das Preisgeld bemüht – scheiterten jedoch immer wieder an den von der „James Randi Educational Foundation (JREF)“ Nachweiskriterien, über die immer wieder kontrovers diskutiert wurde.
JREF ruft deshalb alle, die sich noch um die eine Million Dollar bewerben wollen auf, sich noch bis zu dieser Deadline nach den Vorgaben zu bewerben. Für den Fall, dass das Preisgeld bis dahin nicht vergeben wurde, soll dieses für weitere Projekte verwendet werden. Randi selbst, sieht diesem Datum fast schon sehnsüchtig entgegen, da der Preis in den vergangenen zwölf Jahren viel Zeit und Aufwände vergeudet habe.
Randis Kritiker werfen ihm vor, seine Herausforderung sei unaufrichtig. Tatsächlich kam es bereits zu sofortigen Ablehnungen von Bewerbern, die lediglich mit dem Hinweis Randis begründet wurde, die Aspiranten seien Lügner und Schwindler und man sei schlicht und einfach nicht daran interessiert die Angelegenheit weiter zu verfolgen.
Im Oktober 2004 wurden die Teilnahmebedingungen derart geändert, dass die Behauptung, sich allein von Wasser zu ernähren und ähnlich „verdammt dumme und kindische“ oder „selbstgefährdende“ Behauptungen, künftig nicht mehr für die Herausforderung in Betracht gezogen werden. Im März 2007 wurden die Kriterien erneut verändert. Seither müssen die Anwärter zuvor öffentliche Vorführungen durchgeführt haben und durch ein Mitglied der akademischen Gemeinschaft unterstützt werden.
Ein oft aufgebrachtes Hauptargument der Befürworter paranormaler Phänomene ist jedoch der Umstand, dass diese schließlich schon per Definition außerhalb bekannter Gesetzmäßigkeiten angesiedelt seien, und es von daher überhaupt nicht möglich ist, sie mit den Vorgaben der rationalen Naturwissenschaft zu beweisen.
Quellen: randi.org / grenzwissenschaft-aktuell.de
