Nahezu unsichtbar: Marker (bildtechn. hervorgeh.) verweisen u. a. auf Gerät und Uhrzeit | Copyright: eff.orgBrüssel/ Europa - Die Europäische Union zeigt sich besorgt über nahezu unsichtbare Marker, die - in der Regel ohne das Wissen der Nutzer - von einigen Marken-Laserdruckern auf jedem gedruckten Dokument hinterlassen werden und Rückschlüsse auf den Urheber erlauben. Dieses Vorgehen verletzte die Privatsphäre der Bürger und den Datenschutz.
Tatsächlich hinterlassen zahlreiche Laserdrucker, darunter Modelle aller führenden Hersteller, für das Auge fast unsichtbare Punktcodes auf den gedruckten Dokumenten, mit welchen dann zurückverfolgt werden kann, mit welchem Gerät, welchen Besitzers und zu welcher Zeit die Dokumente ausgedruckt bzw. kopiert wurden.
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Aufgrund zahlreicher Anfragen, hat EU-Justiz-Kommissar Franco Frattini jetzt eine Untersuchung eröffnet. "Ein solches Vorgehen widerspricht den Grundrechten, insbesondere dem Schutz der Privatsphäre und dem Datenschutz."
Wie die nichtstaatliche Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF), die sich mit Bürgerrechten im Cyberspace beschäftigt und seit einem Jahr auch ein Büro in Brüssel betreibt, herausgefunden hat, wurde die fragliche Technologie ursprünglich eingesetzt, um das Fälschen von Banknoten mit den Geräten zu verhindern. Jetzt befürchten die Kritiker, dass diese Technologie auch zur generellen Überwachung missbraucht werden kann. Besonders mit Blick auf autoritäre Regime, wo die anonyme Verbreitung von oppositionellen Flugschriften zur Grundvoraussetzung der Arbeit von Dissidenten und Bürgerrechtlern gehöre, sei die Vorgehensweise mehr als bedenklich.
HIER finden Sie eine Anleitung, wie Sie die fast unsichtbaren Marker finden können
HIER finden Sie eine Liste der die Markierungen hinterlassenen Drucker
HIER finden Sie eine Liste der die Markierungen hinterlassenen Drucker
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / eff.org
