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Donnerstag, 27. März 2008

Kiefer der ältesten Europäerin in Spanien entdeckt

1,2 Millionen Jahre alter Kiefer-Fund aus Nordspanien | Copyright: EIA/Jordi Mestre

Sima del Elefante/ Spanien - Archäologen haben in den Hügeln der nordspanischen Sierra de Atapuerca, nahe Burgos, einen etwa 1,2 Millionenen Jahre alten, weiblichen Kieferknochen gefunden. Es handelt sich um die bislang ältesten in Westeuropa gefundenen menschlichen Überreste.

Wie das Team um Eudald Carbonell vom "Institut Català de Paleoecologia Humana" und Jose Maria Bermudez de Castro, Director des nationalen spanischen Forschungszentrums für menschliche Evolution (Centro Nacional de Investigación sobre Evolución Humana, CENIEH) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature" schreibt, liefert der Fund neue Beweise für die ausgedehnte vorgeschichtliche Besiedlung des Kontinents.

Neben dem Kiefer mit sieben Zähnen, den die Wissenschaftler aufgrund der geringen Größe einer Frau zuschreiben, fanden sich Steinwerkzeuge und Tierknochen, die deutliche Zeichen von menschlicher Schlachtung aufzeigen.

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Die anatomischen Eigenschaften des Kiefers gleichen, so die Forscher, Funden früher moderner Menschen (Hominini), wie sie im georgischen Dmanisi entdeckt wurden. Dieser Umstand läßt die Archäologen darauf schließen, dass das westliche Europa von Osten her besiedelt wurde. Hier angekommen, hätten sich die frühen Menschen dann zu einer eigenen Art, dem Homo antecessor (Vorgänger), entwickelt. Möglicherweise könnten sie auch die gemeinsamen Vorfahren der Neandertaler und sogar des Homo sapiens sein.

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Quellen: nature.com / grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk
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