Neuste Aufnahmen des Venus Hurrikans im Zeitraffer | Copyright: ESAParis/ Frankreich - Neue Aufnahmen der europäischen Sonde "Venus Express" zeigen neue Bilder des bereits 1974 entdeckten Riesenwirbels über dem Südpol des Planeten. Das Zentrum gleicht teilweise buchstäblich dem Auge irdischer Hurrikans.
Dieses "Auge" liegt im Zentrum eines atmosphärischen Wirbels von rund 2000 Kilometern Durchmesser und interessanterweise gibt es über dem Venus-Nordpol eine ganz ähnliche Struktur.
Schon lange rätseln die Astronomen über die Natur dieser Mega-Wirbel. Auf Infrarotaufnahmen erscheint das Wirbelzentrum sehr hell, was möglicherweise darauf schließen lässt, dass in ihm eine hohe Menge atmosphärischer Gase in tiefere Schichten fließen und sich diese niedrigeren Schichten unmittelbar über der Wolkendecke somit aufheizen.
Binnen weniger Tage verändert der Wirbel teilweise sehr stark seine Form. Was den Wirbel jedoch verursacht, wissen die Wissenschaftler noch nicht. Eine Theorie geht davon aus, dass atmosphärische Gase über dem Äquator von der Sonne erhitzt werden, aufsteigen und in oberen Schichten der Atmosphäre Richtung der Pole wandern, wo sie sich ballen und wieder abwärts sinken. Dabei werden sie durch die Rotation des Planeten verformt. Zukünftig sollen die polaren Wirbel der Venus noch intensiver beobachtet werden, um ihre Wirkungsweise und Merkmale besser verstehen zu können.
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / esa.int
WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA:
Entstand die Venus durch kosmischen Mega-Crash?, 29. Februar 2008
Venus Express: Höllenzwilling der Erde in neuem Licht, 30. November 2007
