https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Mittwoch, 16. April 2008

Ungewöhnliche Häufung von Erdbeben vor Oregon

Archiv: Seismograph | Copyright: USGS

Newport/ USA - Forscher des "Oregon State University’s Hatfield Marine Science Center" zeigen sich über eine auffallend ungewöhnliche Häufung von Erdbeben besorgt: Alleine in den vergangenen zehn Tagen wurden vor der Küste von Oregon mehr als 600 Beben registriert - obwohl die Region nicht gerade für ihre hohe seismische Aktivität bekannt ist.

In der 17-jährigen Geschichte der Aufzeichnungen von Erd- bzw. Seebeben mittels Unterwasser-Hydropphonen des "Sound Surveillance System" (SOSUS) hat es noch kein vergleichbares Ereignis in der Region gegeben. Zwar wurden immer wieder Edbebenschwärme vor der Küste Oregons gemessen, doch waren diese meist deutlich schwächer, lokal anders verteilt und ihre Auslöser und Ursachen für die Wissenschaftler bekannt und nachvollziehbar. Angesichts der aktuellen Ereignisse spricht der Meeresgeologe Robert Dziak nun hingegen von einem "einzigartigen Erdbebenschwarm" in der Mitte der so genannten Juan de Fuca-Spalte und somit weit entfernt von regionalen tektonischen Grenzen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Die Beben ereignen sich alle rund 150 Seemeilen südwestlich von Newport. Mindestens drei der bislang dokumentierten Beben hatten dabei ungewöhnlich hohe Stärken von 5.0 und mehr. Das bislang stärkste Beben ereignete sich am 7. April mit einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala.

"Wir sind uns noch nicht sicher, was es zu bedeuten hat und hoffen, schon bald ein Forschungsschiff vor Ort für weitere Analysen zum Einsatz bringen zu können, damit wir die Situation besser verstehen können." Mit Hilfe von Wasserproben erhoffen sich die Forscher Rückschlüsse auf die tektonischen und hydrothermalen Aktivitäten am Meeresboden schließen zu können.

Auch die Auswertung der bisherigen Daten stellt die Geologen vor ein Rätsel, da das Muster der Beben nicht den bislang bekannten Abfolgen von Hauptereignissen und kleineren Nachbeben aufzeigen. "Irgendein Prozess ist da unten im Gange und erzeugt eine Hohe Spannungsrate in der Erdkruste", so Dziak.

Bücher zum Thema:

- - -


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / hmsc.oregonstate.edu
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE