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Mittwoch, 7. Mai 2008

Zudringliche Geister

"Der Nahtmahr", Gemälde von Nikolaj Abraham Abildgaard, um 1800 | Copyright: N.A. Abildgaard/Public Domain

Federal Way/ USA - Vergangenen Monat erklärten gleich zwei Frauen aus Federal Way im US-Bundesstaat Washington, dass sie von zudringlichen paranormalen Erscheinungen heimgesucht werden. Diese hätten sich ihnen auch auf sexuelle Weise genähert, wobei es auch zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Derartige Berichte klingen zwar skurril, sind jedoch bei weitem nicht neu. schon seit Jahrhunderten werden Geistererscheinungen und Dämonen immer wieder auch mit sexuellen Handlungen in Verbindung gebracht.

Laut den Unterlagen der Polizeiwache in Federal Way, kamen die beiden Frauen am 10. April gegen 16 Uhr in die Polizeistation und erklärten, dass sie bereits seit zwei Jahren von dem geisterhaften Wesen heimgesucht und dabei immer wieder auch berührt werden. Eine der beiden Frauen erklärte, dass diese Ereignisse bereits in ihrer alten Wohnung in Kent begonnen hatten und ihr auch nach dem Umzug nach Federal Way gefolgt seien. Die zwei Frau will die Erfahrungen erst seit dem Einzug in das Haus in der Place South gemacht haben.

Schon in der jüdischen und christlichen Mythologie werden so genannte Inkubi und Succubi beschrieben. Dabei handelt e sich um geisterhafte Dämonen, die sich von der Lebensenergie von jungen Männern und Frauen ernähren.

Der Incubus (lateinisch: incubare für oben liegen, ausbrüten) ist dabei ein männlicher Dämon, der sich nachts vornehmlich mit jungen Frauen paart, ohne dass seine Opfer dabei erwachen und der Akte lediglich als Traumerinnerung haften bleibt. Sein weibliches Gegenstück, der Succubus (lateinisch: succumbere = "unten liegen") sind meist attraktive und lüsterne Dämonen.

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Mit diesen Vorstellungen versuchte man besonders im Mittelalter sündhafte Träume als von übersinnlicher Natur zu erklären um somit für die Sünde nicht verantwortlich gemacht werden zu können. Später - zur Zeit der Hexenverfolgung - galt der Geschlechtsverkehr mit Incubi, Succubi und Teufeln hingegen als bewusster und gewünschter Akt. Der Geschlechtsakt wurde zudem als Hilfsmittel der eigentlich geschlechtslosen Dämonen betrachtet, menschenähnliche Formen anzunehmen, wenn der Geist zuerst mit einem Mann schlief, sich dann in einen Incubus verwandelte um somit eine Frau zu schwängern.

Heute wird angenommen, dass Erlebnisse der so genannten "Schlafparalyse" (auch Schlafstarre) zur Entstehung des Glaubens an Incubi und Succubi beigetragen hat. Dabei handelt es sich um eine meist vollständige Bewegungsunfähigkeit des Körpers während der Traumphasen. Ausgenommen sind lediglich Atem- und Augenmuskulatur. Dieser ganz natürlich Vorgang verhindert, dass Muskelbewegungen die im Traum erlebt, auch in der Realität ausgeführt werden. Eine Störung dieser Funktion führt bei vielen Personen zum Schlafwandeln. Normalerweise wird diese Starre nicht bewusst erlebt, da sie unmittelbar mit dem Aufwachen endet. Durch Berührungen kann dieser Effekt kurzfristig unterbrochen werden.

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Es kommt jedoch immer wieder vor, dass Menschen innerhalb der noch andauernden Starre erwachen und sich somit nicht oder kaum Bewegen können. Auch dürfte alleine bestimmte Beobachtung von Menschen in der Paralyse zu Zeiten mangelhaften Wissens über die zugrunde liegenden biophysiologischen Vorgänge auf die Zeugen beängstigend und übernatürlich gewirkt haben.

Eine andere Variation der sexuellen Begegnung mit Geistern und Dämonen ist der romantisierte Vampirglauben. ursprünglich lediglich als unter Nachtdämon beschrieben, gewann die Gestallt des Vampirs besonders mit der Veröffentlichung von Bram Stokers Gruselklassikers "Dracula" (1897), "Carmilla" von Joseph Sheridan LeFanus (1872) und John Polidoris "The Vampyre" (1819), immer stärkere sexuell-erotische Züge.

•Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / pnwlocalnews.com / wikipedia.de
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