Donnerstag, 28. August 2008

Online-Lexikon über das Voynich-Manuskript

Abbildungen "Sonne und Mond" aus dem Voynich Manuskript

Hilden/ Deutschland - Seit spätestens 1930 rätseln Historiker, Kryptografen und Laienforscher über Sinn und Inhalt eines 400 Jahre alten Schriftstückes mit zahlreichen botanischen, astronomischen und anatomischen Abbildungen. Das "Voynich Manuskript Lexikon" hat sich nun der Aufgabe angenommen, Informationen, Fakten und Ideen zu dem geheimnisvollen mittelalterlichen Codex in Form eines gemeinschaftlich editierbaren Online-Lexikons nach dem Vorbild der Wikipedia zusammenzutragen.

Die Macher verfolgen nach eigenen Angaben "nichts Geringeres als vier völlig widersprüchliche Ziele unter einen Hut zu bekommen". So will man "dem Einsteiger schnelle Informationen zu liefern, zu allem, was auch immer er über das Voynich-Manuskript (VMS) wissen will", aber auch "dem Profi eine schnelle Referenz, Konkordanz, Diskussionsforum und Ideenfundgrube zu sein", und zugleich "möglichst alle Fakten - aber auch Spekulationen - dokumentieren" und sich dabei selber nicht immer "ganz ernst nehmen."

Ursprünglich, so wird auf "Voynich-ms.de" erklärt, sollte es nur ein privates Voynich-Notizbuch sein, in dem die bekannten Fakten und Untersuchungen zum VMS notiert, sortiert und archiviert wurden. Die MediaWiki-Software erschien hierfür optimal, und so entschloss man sich, das Werk gleichzeitig auch allgemein zugänglich zu machen. "Nicht ganz uneigennützig hoffe ich dabei natürlich darauf, dass auch andere Menschen, die diesen Website zufällig entdecken, Ideen oder Fakten hinzufügen oder Korrekturen anbringen", so der Macher der Voynich-Wiki.

Bei dem nach seinem Wiederentdecker, dem amerikanischen Antiquar Wilfrid Michael Voynich, benannten Manuskript handelt es sich um ein Schriftstück von 250 Seiten mit rätselhaftem Inhalt, dessen Autor, genaues Alter und Herkunft bislang unbekannt sind. Das wahrscheinlich rund 400 Jahre alte Dokument zeigt zahlreiche Abbildungen im Stil naturkundlicher Darstellungen von Pflanzen, astronomischen Konstellationen und menschlicher Anatomie, die mit einer bislang unbekannten Schrift und Sprache erläutert werden.

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Zahlreiche Forscher haben das Manuskript seither untersucht, ohne jedoch einen Sinn in dem Werk und den dargestellten Abbildungen ausmachen zu können. Nicht zuletzt aus diesem Grund gilt das Voynich Manuskript bei vielen Wissenschaftlern als mittelalterliche Eulenspiegelei ohne erkennbaren Sinn. Andere Forscher glauben hingegen weiterhin, dass es sich um eine kodierte Geheimschrift handelt.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / voynich-ms.de
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