Das "Nachglühen" von GRB 080319B | Copyright: NASAState College/ USA - Wie ein Team aus 92 Autoren in der aktuellen Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift "Nature" berichten, war der am 19. März selbst ohne Teleskope von der Erde aus sichtbare Gammastrahlen-Ausbruch nahezu direkt auf die Erde gerichtet war, was seine enorme Helligkeit erklärt.
Die als "GRB 080319B" bezeichnete stellare Explosion in der Konstellation Bootes (Bärenhüter) hatte eine sichtbare Helligkeit zwischen 5 und 6 auf der Sichtbarkeitsskala. und stellte jeden Gammastrahlen-Ausbruch in den Schatten, der bisher beobachtet werden konnte (...wir berichteten).
Die Auswertung des von zahlreichen Satelliten und Teleskopen beobachteten Gammastrahlen-Ausbruchs zeichnen nun ein recht genaues Bild der damaligen Ereignisse.
Vergleichbare Gammastrahlen Ausbrüche ereignen sich, wenn ein Stern seinen nuklearen Treibstoff verbraucht hat. Ihre Kerne kollabieren zu einem Schwarzen Loch oder Neutronenstern, und stoßen dabei hoch-energiereiche Gammastrahlen sowie Teilchen-Jets aus, die mit annähernder Lichtgeschwindigkeit durchs All rasen. Wenn die Jets auf umliegende stellare Wolken treffen, erhitzen sie das Gas zu einer glühenden Sichtbarkeit. Genau dieses gasförmige "Nachglühen" war es, so die NASA-Astronomen, was am 19. März beobachtet werden konnte.
Der direkt in Richtung Erde gerichtete Strahl bestand aus einem extrem schnellen Kern von lediglich 0,4 Grad im Durchmesser, der von einem rund 20 mal größeren Mantel umgeben war. Normalerweise sehen spezielle Gamma-Teleskope wie der NASA-Satellit SWIFT nur den Mantel solcher Jets. Im Falle von GRB 080319B wurde jedoch auch der schmale Kern registriert, was die enorme Helligkeit des Ereignisses erklärt.
Der Grund, weshalb auch der zentrale Kern beobachtet werde konnte liegt in der Tatsache, dass der Strahl direkt auf die Erde gerichtet war, die Teleskope also sozusagen genau ins Mündungsfeuer des Jets blicken konnten. Die Chance einer derartigen Perspektive bietet sich nach Einschätzung der SWIFT-Astronomen nur einmal in zehn Jahren.
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Supernova: Entfernte Sternenexplosion war mit bloßem Auge sichtbar, 24. Mäz 2008
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / nature.com
