Samstag, 4. Oktober 2008

NASA-Sonde erkundet unbekannte Region auf Merkur

Messenger umkreis den Planeten Merkur (Illu.) | Copyright: NASA

Washington/ USA - Die NASA-Sonde "Messenger" wird am Montag zu zweiten Mal den innersten Planeten unseres Sonnensystems passieren und dabei jenes Drittel der Planetenoberfläche des Merkur erkunden, von dem es bislang noch keine Nahaufnahmen gibt.

In rund 200 Kilometern Entfernung zur Oberfläche, wird die Sonde den Merkur mit 24.000 Stundenkilometern passieren und soll dabei mehr als 1.200 Aufnahmen schießen, die dann schon am Dienstag auf der Erde erwartet werden.

Zusammen mit den bereits vorhandenen Aufnahmen der Sonde "Mariner 10" (1974 und 1975) und jenen des ersten Vorbeifluges von "Messenger" erhoffen sich die Astronomen dann den Planeten zu 95 Prozent fotografisch abzudecken. Zum ersten mal soll dann auch eine nahezu vollständige globale Karte zur Verfügung stehen.

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Schon beim ersten Vorbeiflug konnte die Sonde eine Unmenge an Daten Sammeln, aus denen sich erkennen ließ, dass Merkur einen geschmolzenen Kern besitzt und seit seiner Entstehung stärker schrumpft als angenommen (...wir berichteten). Auch zeigte sich, dass vulkanische Aktivität eine wesentlich größere Rolle in der Planetenformung spielte, als bislang gedacht.

Auch von den zweiten Vorbeiflug erhoffen sich die Forscher neue Daten und Erkenntnisse über den Planeten. Zum ersten Mal soll auch das Magnetfeld der westlichen Hemisphäre des Merkur vermessen werden und somit weitere Aufschlüsse über das Planeteninnere ermöglichen. Messungen im ultravioletten Lichtspektrum sollen Informationen über bislang unidentifizierte Mineralien auf der Planetenoberfläche liefern.

Am 30. September 2009 soll die Sonde dann zum dritten Mal zum Merkur zurückkehren, um dann im März 2011 in eine permanente elliptische Bahn um den Planeten einzuschwenken und hier bis voraussichtlich März 2012 die Primärmission zu beenden. Diese Mission wird dann den Planeten erstmals vollständig kartieren können und soll sich speziell der Untersuchung der geologischen und tektonischen Geschichte des Merkur sowie seiner Zusammensetzung widmen. Weiterhin soll die Sonde nach dem Ursprung des planetaren Magnetfeldes suchen, die Größe und den Zustand des Kerns bestimmen, die Polarkappen des Planeten untersuchen sowie die Exosphäre und die Magnetosphäre erforschen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
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