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Dienstag, 10. Februar 2009

CERN: Teilchenbeschleuniger-Neustart erneut verschoben

Die Magneten des LHC-Teilchenbeschleunigers des CERN | Copyright: cern.ch

Genf/ Schweiz - Das europäische Kernforschungszentrum (CERN) in Genf hat den Neustart des Teilchenbeschleunigers (Large Hadron Collider, LHC) erneut auf September 2009 verschoben. Bis dahin sollen weitere Sicherheitsmechanismen eingebaut werden.

Die ersten Kollisionen der Protonen in dem 27 Kilometer langen Teilchenbeschleuniger sind für Oktober 2009 geplant. Blei-Ionen sollen erst nach der Winterpause im Jahr 2010 zum Zusammenprall gebracht werden.

Weitere und neue Schutzmaßnahmen für die elektrischen Verbindungen zwischen den Magneten sowie neue Überdruckventile sollen die Auswirkungen eines Zwischenfalls, wie er im September 2008 zum Abschalten der "Weltmaschine" geführt hatten, zukünftig verringern.
Bei dem LHC handelt es sich um einen Teilchenbeschleuniger in dem in einem Vakuum Protonen und Bleiatomkerne mit annähernder Lichtgeschwindigkeit zur Kollision gebracht werden sollen, um dabei - so erhoffen es sich die CERN-Wissenschaftler - massereiche Elementarteilchen zu erzeugen. Besonders hoffen die Forscher dabei auf die Entstehung der bislang lediglich theoretisch postulierten Higgs-Bosons. Ohne diese, auch als "Gottesteilchen" bezeichneten Teilchen, hätten auch die bekannten Elementarteilchen der bisher gültigen Theorie keine Masse.

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Kritiker des LHC, wie der Tübinger Chaosforscher Otto Rössler, befürchten, dass in den Experimenten am CERN Schwarze Mini-Löcher entstehen, die dann - wenn wider erwarten stabil - die Erde verschlingen könnten. Die Verantwortlichen am CERN widersprechen diesen Befürchtungen und bezeichnen sie sogar als "albern und absurd".

Rössler selbst fühlt sich hingegen oft auch von beiden Seiten missverstanden und erklärt, dass man keine Beweise für die Gefährlichkeit der LHC-Experimente habe, allerdings kritisiert er, dass von Seiten des CERN keine eindeutigen Beweise für die Harmlosigkeit der Experimente vorgelegt werden. Seiner Ansicht nach argumentiert CERN an den von ihm vorgebrachten Argumenten mit falschen Vergleichen vorbei und gaukele so eine Unbedenklichkeit der Experimente vor, die alles andere als bewiesen sei.

PM-Videointerview: Rösslers Argumente vs. CERN

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cern.ch
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