Montag, 20. April 2009

Neue Orang-Utan-Population auf Borneo entdeckt - Stehen auch kryptozoologische Entdeckungen bevor?

Archiv: Orang Utan | Copyright: Public Domain

Borneo/ Indonesien - Auf der indonesischen Insel Borneo ist eine Expedition auf eine bislang unbekannte Population aus hunderten von Orang-Utans gestoßen. Auch für Kryptozoologen, die sich der Erforschung noch unbekannter und von der Wissenschaft unbeschriebener, jedoch anhand von Folklore, Legenden und Augenzeugenberichte beschriebener Tiere, so genannte Kryptiden (bspw. Nessie, Bigfoot, Yeti), beschäftigen, ist die Meldung von Bedeutung.

Zoologisch gilt die Entdeckung als wissenschaftliche Sensation, gelten Orang-Utans doch als stark gefährdete und auf Sumatra sogar als vom Aussterben bedrohte Tierart. Die Gesamtanzahl der noch in Freiheit lebenden Menschenaffen schätzen Experten auf nur noch bis zu 60.000 Exemplare.

Entdeckt wurde die Population in noch relativ unerschlossenen Gebieten der Urwälder auf Borneo und die Wissenschaftler um Erik Meijaard von "The Nature Conservancy" rechnen mit mehreren hundert oder sogar mehr als tausend Tieren. Der Grund, weswegen die Population bis dato ungestört und unentdeckt blieb, liegt wahrscheinlich an dem bisherigen Desinteresse der Menschen an besagter Region, die zum einen nur schwer zugänglich ist und zum anderen nur eine geringe Bodenqualität und entsprechend uninteressant für die Palmöl- und Holzindustrie ist.

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Erste Videoaufnahmen der neu entdeckten Orang-Utans auf Borneo


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Der Fund, so die indonesische Primatenforscherin Novia Andayani, sei von großer Bedeutung, da er zeige, dass auch in unserer hochtechnologischen Zeit und trotz totaler Vernetzung noch immer "Inseln der Ursprünglichkeit" gibt, die noch vollkommen unerforscht sind. Selbiger Umstand gibt auch Kryptozoologen Hoffnung auf Entdeckungen bislang unbekannter Großtierarten. Zugleich zeigt sie auf, wie brüchig eines der Hauptargumente gegen die Existenz noch unbekannter, großer Menschenaffen sei, die von einigen Forschern für die Legenden rund um Bigfoot, Yeti & Co verantwortlich machen. Dieses geht davon aus, dass in unserer heutigen Zeit, derartige unbekannte und unentdeckte Populationen unwahrscheinlich seien.

Zeugenskizze zeigt einen Orang Pendek | Quelle. Cryptomundo.com

Wie zahlreiche andere teilweise nur wenig erforschte Waldregionen, so kennt gerade auch die indonesische Inselwelt ihre eigenen Varianten legendenumwobener Waldmenschen: Der Orang Pendek (dt.: Kleiner Mensch) soll ein Primat sein, der vornehmlich auf Sumatra beheimatet sein soll. Der Orang Pendek soll sich - so Zeugenaussagen - von anderen Primaten vor allem durch seine geringere Größe sowie durch seinen aufrechten Gang unterscheiden.

Aufgrund der Ähnlichkeit des Orang Pendek und gefundenen menschenähnlichen Fußspuren glauben einige Kryptozoologen, dass verschiedene, paläoanthrope Hominiden Vorfahren des Orang Pendek sein könnten. Hierfür kämen der Homo erectus, dessen Überreste auf der Nachbarinsel Java entdeckt wurden, der Homo floresiensis, der auf der nahe gelegenen Insel Flores lebte, und der Paranthropus in Frage.

Deborah Martyr, eine britische Orang-Pendek-Forscherin, konnte "Fauna & Flora International" (FFI) davon überzeugen, sie bei der Suche nach dem Orang Pendek zu unterstützen. Sie und ihr Team geben an, mittlerweile vier Individuen anhand ihrer Fußabdrücke unterscheiden zu können. Die längste Fährte, bestehend aus zwanzig Fußabdrücken, hinterließ dabei der so genannte Marathon Man. Marty stellt außerdem fest, dass, aufgrund der massiven Zerstörung seines Lebensraumes, das Überleben der Art stark gefährdet sei. Dafür spricht jedenfalls die große Abnahme von Sichtungen innerhalb der letzten fünfzig Jahre. Die Expedition förderte unzählige Fußabdrücke und Haarbüschel zutage, die keiner bekannten Art zugeordnet werden konnten (Q: wikipedia.de).

Im Gegensatz zu dem nur bis zu einem Meter großen Orang Pendek, stellt der so genannte Orang Dalam eine weitaus größere sagenhafte Gestallt von angeblich bis zu sechs Metern Größe dar. Auch wenn selbst Kryptozoologen diese Angaben für übertrieben halten, könnte sich hinter den Schilderungen dennoch eine noch unbekannte, aufrecht gehende Großprimatenart verbergen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / blog.nature.org / wikipedia.de
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