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Dienstag, 5. Mai 2009

Rätselhafter erdnaher Asteroid entdeckt

Die bislang bekannte Umlaufbahn des Asteroiden 2009 HC82 | Copyright: NASA

Tucson/ USA - Ein erst am 29. April 2009 neu entdeckte Asteroid mit der Bezeichnung 2009 HC82 sorgt für Rätselraten unter Astronomen, Asteroiden- und Kometenjägern. Nicht nur, dass sich das Objekt entgegengesetzt zur Bewegung der Planeten des Sonnensystems bewegt, es kommt der Erde auch ungemütlich nahe. Zudem wundern sich die Astronomen, warum sie den Asteroiden nicht schon längst entdeckt haben.

Nach bisherigen Berechnungen von fünf unabhängigen Beobachtungsstationen umkreist der zwei bis drei Kilometer große Asteroid alle 3,39 Jahre die Sonne auf einer sich bis auf 3,5 Millionen Kilometer dem Erdorbit annähernden Bahn, was ihn zu einem potentiell gefährlichen erdnahen Asteroiden macht. Zum Vergleich: Der Abstand Erde Mond beträgt 384.401 Kilometer.

Das besonders Ungewöhnliche an 2009 HC82 ist seine derzeit berechnete Umlaufbahn die um 155° zur Ebene der Erdumlaufbahn geneigt ausgerichtet ist und sich somit im Vergleich zu den Planeten rückwärts durch Sonnensystem bewegt. Bislang sind lediglich 19 weitere Asteroiden mit einer derartigen so genanten retrograden Umlaufbahn bekannt. Keiner dieser Asteroiden kommt der Erde allerdings ähnlich nahe, wie 2009 HC82.

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Da eine Bewegung entgegen den Planetenbahnen eigentlich eher typisch für Kometen ist, vermuten einige Astronomen auch, das es sich bei retrograden Asteroiden eigentlich um ausgebrannte Kometen handelt.

Derzeit befindet sich 2009 HC82. jenseits des Mars. Seine Umlaufbahn bringt ihn jedoch auch immer wieder in Erdnähe: "Eigentlich hätten wir ihn spätestens seit 2000 sehr leicht entdecken sollen", so Brian Marsden vom Minor Planet Center gegenüber dem "New Scientist. Warum dies bislang nicht passiert ist, diese Frage erhofft sich der Astronom anhand zukünftiger Daten beantworten zu können. Erst dann können die Forscher auch genauere Auskünfte über die potentielle Bedrohung geben, die von 2009 HC82 für die Erde ausgehen könnte.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / newscientist.com

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