Donnerstag, 21. Mai 2009

US-Army entwickelt Maschine zum Gedankenlesen

Archiv: Klassische Hirnstrommessung (EEG) | Copyright: Aschoeke/GNU DFL

Washington/ USA - Das US-amerikanische Verteidigungsministerium sucht nach Wegen der stillen Kommunikation, die ganz ohne akustische Sprache oder übertragene Daten auskommt. Hierzu stehen ihr rund vier Millionen US-Dollar zur Verfügung. Mit dem Geld soll eine Technologie entwickelt werden, mit der die neurologischen Signale von Sprache erkannt und übersetzt werden sollen, noch bevor bzw. ohne dass die Worte ausgesprochen werden.

Wie "Wired.com" berichtet, ist das Ziel der Forschungen, die am "Defense Advanced Research Projects Agency" (DARPA), der Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums, den Soldaten "auf dem Schlachtfeld eine Mann-zu-Mann-Kommunikation zu ermöglichen, die ohne den Gebrauch vokaler Sprache auskommt und statt dessen neurale Signale analysiert". Das Potential einer solchen computergestützten Gedankenlese-Technologie wird derzeit gemeinsam mit der University of California ausgelotet.

Grundidee für das im ersten Moment bizarr klingende Vorhaben ist die Tatsache, dass Sprache und ihre Wörter bereits als neurologische Muster existieren, noch bevor sie ausgesprochen werden und diese Muster ferngeortet, analysiert und sozusagen übersetzt werden könnten. Grundlage für die angestrebte Technologie ist die Elektroenzephalografie, mit der die elektrische Aktivität des Gehirns aufgezeichnet werden kann.

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Mit Hilfe einer Einheit, die die Hirnmuster auch aus der Ferne lesen können soll, will man herausfinden, ob es allgemeine Muster für entsprechende Worte gibt, die sich dann auch erkennen und übersetzen lassen. Sobald die visionäre Technologie zur Verfügung steht, soll sie auch mittels tragbarer Einheiten zum Einsatz kommen.

Die Gedankenlese-Maschine allerdings bei Weitem nicht das einzige visionäre Telepathie-Projekt der DARPA. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Planspiel bekannt, mit dem sich die Wissenschaftler erhofften, mittels neurowissenschaftlicher Erkenntnisse in nicht ferner Zukunft die Gedanken feindlicher Soldaten im Sinne der eigenen Strategie manipulieren zu können.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / wired.com

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