Kardinal Lanza di Montezemolo vor der Frontalseite des Apostelsarkophages | Copyright/Quelle: paulusjahr.info
Rom/ Italien - Schon lange hegen Kirchenforscher und Wissenschaftler die Absicht, den Sarkophag des heiligen Paulus zu öffnen, welcher 2006 von vatikanischen Archäologen unter dem Hauptaltar der Basilika St. Paul vor den Mauern freigelegt wurde. Mit Abschluss des am Montag zu Ende gehenden Paulusjahres, wurde in höchsten vatikanischen Kreisen erneut die Öffnung und Analyse des Sarkophags diskutiert.
Wie "Paulusjahr.info" berichtet, erklärte der Erzpriester der Päpstlichen Basilika, Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo, während einer Pressekonferenz zum Abschluss des Paulusjahres, dass er darüber mit Papst Benedikt XVI. gesprochen habe. Dieser habe es nicht ausgeschlossen, demnächst eine weitergehende Analyse des Sarkophags anzuordnen.
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Montezemolo erklärte weiter, dass Vorbereitungsarbeiten für eine zukünftige Öffnung des Sarkophages bereits auf Anweisung des Papstes vorgenommen worden seien, da bei einer eventuellen Öffnung bedacht werden müsse, dass es sich um ein Objekt handle, das sich seit 2000 Jahren unberührt an seinem Ort befinde und nie geöffnet worden sei.
Eine Öffnung des großen Grabes müsse zudem mit einen teilweisen Abriss des Hauptaltares einhergehen. Während des Paulusjahres wurde eine Öffnung ausgeschlossen. Nun - kurz vor dessen Ende - stünde weitergehenden Untersuchungen nichts mehr im Wege.
Die Basilika St. Paul vor den Mauern | Copyright: Public DomainMan habe zwar bereits versucht, mit endoskopischen Kameras in den Sarg vorzudringen. Dieses Vorhaben sei jedoch am 25 Zentimeter dicken Sarkophagdeckel gescheitert, der nichts durchlasse.
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Phantombild des Apostels Paulus von Tarsus3. Mai 2008
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