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Samstag, 29. August 2009

Bizarres Alpen-Mysterium: 28 Kühe stürzten in den Tod

Luftbild des Unfallorts | Copyright: Polizei- und Militärdirektion Kanton Bern, police.be.ch

Lauterbrunnen/ Schweiz - Einen bizarren Fund machte am Dienstag den 25. August 2009 eine Älplerin unterhalb einer Felswand oberhalb der Alp Sous im Soustal in der Gemeinde Lauterbrunnen: 28 Mutterkühe und Rinder hatten sich hier aus noch unbekannten Gründen Hunderte von Metern tief zu Tode gestürzt. Experten stehen vor einem Rätsel.

Die Ebene unterhalb der steil nach oben ragenden Felswand erinnerte im wahrsten Sinne des Wortes an ein Schlachtfeld. Mit Rettungshubschraubern mussten die verendeten Tiere dann am Donnerstag geborgen werden, da es in den Alpen keine großen Raubtiere und Aasfresser mehr gibt.

"Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse ist davon auszugehen, dass die Tiere zwischen Sonntagnachmittag und Dienstagmorgen aus unbekannten Gründen mehrere hundert Meter über eine Felswand abgestürzt waren. Die verendeten Tiere gehörten mehreren Landwirten aus dem Berner Oberland", so der Bericht der Berner Kantonspolizei.

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Eine Untersuchung durch Veterinäre, Wildhüter und Mitarbeiter der Kapo ergab "keinerlei Hinweise auf einen Angriff durch ein Wildtier", was die bizarre Situation umso mysteriöser macht, da allgemein angenommen wird, dass Tieren zum Selbstmord nicht fähig sind. Selbst die als todessehnsüchtig verschrienen Lemminge stürzen sich nicht lebensmüde, sondern in dem Drang, das Wasser überqueren zu wollen, von den Klippen.

Zum mysteriösen Vorfall zitiert der Schweizer "Tagesanzeiger" den Älpler Alfred Rubi mit den Worten: "Das hat es in meinen 47 Jahren als Alphirt hier oben noch nie gegeben". Als Bergbauer kennt auch Rubi zwar Fälle, in welchen vereinzeltes Almvieh unglücklich abgestürzt ist - aber nahezu eine ganze Herde, das sei unfassbar. Das Gras auf der Matte, von welcher die Tiere aus über die Felswand gestürzt sind, sei noch nicht weg gefressen gewesen, so Rubi weiter. "Das heißt, dass sie dort wohl rasch drüber hinweg gesprungen waren."

Als wahrscheinlichste Erklärung für die tödliche Flucht über den Abgrund vermuten Tierexperten Angst, etwa vor Gewitter, einem Blitz oder einer sonstigen Naturerscheinung. Was die Tiere also tatsächlich in den Tod trieb, bleibt weiterhin rätselhaft.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / police.be.ch / tagesanzeiger.ch
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