Mittwoch, 14. April 2010

Europäisches Riesenteleskop sucht nach Signalen von Außerirdischen

Stilisierte Karte der europäischen Lofar-Netzwerks | Copyright: ASTRON / lofar.org

Glasgow/ Schottland - Obwohl immer noch nicht vollständig, kann das gigantische Großflächen-Radioteleskop LOFAR (Low Frequency Array) bereits erste Ergebnisse vorweisen. Zukünftig wollen sich die Astronomen auch an der Suche nach Signalen außerirdischer Zivilisationen beteiligen und zeigen sich schon jetzt trotz noch zu bewältigender Hürden zuversichtlich.

Wie John McKean vom niederländischen Institut für Radioastronomie "Astron" auf dem Jahrestreffen der "Royal Astronomical Society" in Glasgow berichtete, soll LOFAR auch für die Suche nach Signalen außerirdischer Zivilisationen eingesetzt werden.

Zunächst muss es den Astro-Ingenieuren jedoch gelingen, Störungen durch irdische Sender herauszufiltern um dann benachbarte Sternensysteme nach intelligenten Signalen auch im Bereich von zwischen 10 und 240 Megahertz abzusuchen, die bislang nur in höheren Frequenzbereichen abgesucht wurden.

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50 Jahre nach den ersten Beobachtungen im Rahmen des SETI-Programms zur Suche nach intelligenten außerirdischen Signalen (SETI = Search for Extraterrestrial Intelligence) soll das Observatorium die bisherigen konventionellen Suchstrategien erweitern. "Die Aussichten", so zeigt sich auch Astron-Direktor Mike Garrett begeistert, "sind gelinde gesagt, sehr spannend."


LOFAR-Antennenanlage | ASTRON / lofar.org

Bei LOFAR handelt es sich um ein sogenanntes Radiointerferometer. Hierbei werden Radiowellen im Bereich von 10-80 MHz und 110-240 MHz mit zahlreichen kleiner Einzelantennen gemessen und mittels Sammelstationen zu einem Signal kombiniert. Durch bis zu tausend Antennen in der Endausbaustufe in den Teilnehmerländern, wird eine Ausdehnung von über 1000 Kilometern und somit eine Sammelfläche von rund 0,5 Quadratkilometern erreicht, was dem Teleskop ein immens großes Gesichtsfeld ins All verleihen wird. Bislang sind 21 der geplanten 44 Sammelstationen fertig gestellt. Mit ihm wollen die Astronomen hauptsächlich schnell rotierende Neutronensterne, fremde Galaxien, die Spiralarme der Milchstraße oder intergalaktische Gaswolken erkunden. Sollten aber während dieser Arbeit auch artifizielle Signale eingefangen werden, können diese von einer speziellen Software erkannt, aufgezeichnet und gemeldet werden.

Laut Garrett wäre es "geradezu kriminell, mit einem Instrument wie LOFAR nicht nach den Signalen außerirdischen Lebens Ausschau zu halten."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / astron.nl
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