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Samstag, 5. Juni 2010

Wissenschaftler erzeugen künstliches Schwarzes Loch für elektromagnetische Strahlung

Der "Omnidrectional Electromagnetic Absorber" | Copyright: Institute of Physics, iop.org

Nanjing/ China - Chinesische Wissenschaftler haben erfolgreich ein Gerät konstruiert, das elektromagnetische Strahlung absorbieren kann und somit auch als Modell auch für astronomische Schwarze Löcher dienen kann, deren Schwerkraft so groß st, dass sie nicht nur Materie sondern sogar Licht anzieht.

Wie die Forscher um Qiang Cheng und Tie Jun Cui von den staatlichen Key Laboratorien für Millimeterwellenforschung an der "Southeast University" in Nanjing aktuell im "New Journal of Pysics" berichten, handelt es sich um eine aus 60 konzentrischen Ringen aus Metamaterialien bestehende Apparatur.

Bei Metamaterialien handelt es sich um künstlich hergestellte Strukturen, deren Durchlässigkeiten für elektrische und magnetische Felder Werte aufweisen, wie sie auf natürliche Weise nicht vorkommen. Aus diesem Grund sind sie u. a. auch dafür bekannt, dass sie die besondere Eigenschaft haben, Licht und andere Formen von Wellen verzerren zu können.

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Unter der Bezeichnung "Omnidrectional Electromagnetic Absorber", besteht die Apparatur aus 60 ringförmigen Platinenstreifen, die mit Kupfer überzogen sind. Jeder Streifen ist abwechselnd mit einem Strukturmuster bedruckt, das entweder mit elektromagnetischen Wellen mitschwingt oder auch nicht.

Das Gerät absorbiert aus sämtlichen Richtungen kommende elektromagnetische Wellen, in dem es die Strahlung spiralartig nach Innen lenkt und dabei die Energie mit einer 99-prozentigen Absorptionsrate in Wärme umwandelt, wodurch es sich wie ein elektromagnetisches Schwarzes Loch verhält.

Derzeit funktioniert die Apparatur lediglich mit Mikrowellen. Die Forscher arbeiten jedoch bereits daran, ein derartig künstliches Schwarzes Loch zu entwickeln, dass auch Licht absorbiert. Möglicherweise könnte die Technologie zukünftig in der Wärmeübertragung und der Gewinnung von Elektromagnetischer Energie genutzt werden.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / iop.org
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