Klassisches Szenario einer "Alien Abduction" (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.deWashington/ USA - David Andrew ist davon überzeugt, zu einer stets und nicht gering wachsenden Gruppe von Menschen zu gehören, die von Außerirdischen entführt wurden. Nach vielen Jahren der privaten und mehr oder minder wissenschaftlichen Erforschung sieht Andrew auch das sogenannte "Alien Abduction"-Phänomen noch immer auch nicht annähernd ergründet und ruft in einem offenen Brief andere Entführungsopfer zu einem medizinisch-wissenschaftlichen Großprojekt auf.
In diesem Schreiben, das er auf "http://dandrew.homestead.com/Open-Letter-to-Abductees-Part-1.html" und auf englischsprachigen Internetseiten zum Thema veröffentlicht hat, ruft Andrews dazu auf, das Abduction-Phänomen interdisziplinär zu ergründen und nennt selbst Medizin und Psychologie als primäre Beispiele hierfür. Der wichtigste Aspekt dieser Untersuchungen solle aus einer DNA-Analyse aller sich beteiligender, angeblicher Entführungsopfer bestehen.
Hinzu betont Andrews, dass Entführungserfahrungen oft über Generationen hinweg verschiedene Familienmitglieder betreffen, wenn Kinder von sogenannten "Abductees" ebenfalls von den unbekannten nächtlichen Besuchern entführt werden. Von einer gemeinsamen wissenschaftlich-medizinischen Untersuchung von so vielen Entführungsopfern wie möglich, erhofft sich Andrews auch Informationen zu den Hintergründen und Absichten der Entführer. Das Projekt soll hinzu weitere Opfer darin unterstützen, offen über ihre eigenen Erfahrungen zu sprechen.
Derweil outet sich Andrews selbst, als wissenschaftlich orientiert und kritisch genug, um zu erkennen, dass bei Weitem nicht alle Personen, die behaupten oder gar wirklich glauben, von Fremden bzw. außerirdischen Wesen entführt worden zu sein, diese Erfahrung auch tatsächlich gemacht haben: "Skeptiker des Abduction-Phänomens benennen eine lange Liste von 'Möglichkeiten', wie sie Abductions auf konventioneller Weise hinwegerklären können: Von Schlafparalyse, Halluzinationen, Drogen, biochemische Unausgewogenheiten über körperlich und sexuell erfahrene Misshandlung, bis hin zu Geisteskrankheiten."
Er selbst habe in seinen 20 Jahren der Erforschung des Phänomens zahlreiche Personen getroffen, auf welche in Wirklichkeit nicht wirkliche Abduction-Szenarien, sondern eine oder gar mehrere der gerade genannten Faktoren als Erklärung für die gemachten Erfahrungen zutreffe. Auch diese Tatsache gelte es zu akzeptieren, wenn es darum gehe, dem eigentlichen Phänomen auf den Grund zu gehen.
Den Schlüssel zum Verständnis des Abduction-Phänomens sieht Andrew in jenen Dingen, die von den Entführern mit ihren Opfern angestellt werden. Opfer berichten vielfach von physischen Untersuchungen und Eingriffen, bei welchen den Entführten Gewebeproben entnommen worden sein sollen. In anderen Fällen spielte offenbar eine psychologische Studie durch die Fremden eine größere Rolle. "Die Entführer suchen und testen nach etwas - doch nach was und warum?"
Konkret schlägt David Andrew einen Prozess vor, der "für viele Abductees möglicherweise erschreckender sein wird, als ihre eigentlichen Erlebnisse." Während die meisten Abduction-Forscher die von den Entführten geschilderten Erlebnisse aufzeichnen, um durch eine Analyse auf aussagekräftige Gemeinsamkeiten in den Fällen zu stoßen, oder nach physikalischen Beweisen für die Vorgänge suchen, solle sich das vorgeschlagenen Projekt auf die Aktivitäten und Handlungen der Entführer konzentrieren. "Es sind der physische Körper und das Hirn der Entführungsopfer, sowie bestimmte Aspekte mentaler Vorgänge, an welchen die außerirdischen Entführer interessiert zu sein scheinen", so Andrew und kritisiert bislang gemachte Behauptungen, dass etwa eine Mehrheit der Entführungsopfer die gleiche Blutgruppe haben sollen: "Haben Sie je die Datengrundlage für die Aussage gesehen? Ich zumindest konnte diese Daten bislang nirgends finden. Doch auch und gerade derartige Untersuchungsergebnisse und Erhebungen könnten als seriöse Grundlage für ein Verständnis des Phänomens von großer Bedeutung sein." Auch wenn es sich dabei natürlich nur um einen Teil des Ganzen handelt, seien es gerade diese "Puzzleteile" die benötigt würden, um das "Gesamtbild" zu verstehen.
Neben umfassenden medizinischen Untersuchungen sollten sich die Teilnehmer an der Studie auch einer psychologischen und neurologischen Analyse sowie einen Intelligenztest unterziehen, auch wenn eine derartige Prozedur und die möglichen Ergebnisse auch jenseits der möglichen Einsichten in das Abduction-Phänomen für die Teilnehmer erschreckend sein könnten. Dennoch ermutigt Andrew seine Leidensgenossen: "Die Aliens untersuchen uns, stechen dinge in uns rein und entnehmen Proben von uns. Bislang scheint es jedoch noch niemandem von uns in den Sinn gekommen zu sein, dieselben Ressourcen zu nutzen, um Antworten für uns selbst zu finden. Abductees sollten verstehen, dass wir die Beweise dafür sein können, dass diese Entführungen tatsächlich geschehen und dass wir möglicherweise die Beweise sind, welche die Absichten der Außerirdischen offenbaren können."
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Die Ergebnisse entsprechender Untersuchungen könnten jedoch nicht nur diesem Ziel dienen, sie könnten bestenfalls auch aufzeigen, dass die von Kritikern genannten Erklärungen, wie etwa ungewöhnlich verlaufende biochemische Prozesse, Geisteskrankheiten oder Halluzinationen die Erlebnisse in einigen Fällen nicht erklären können.
Während der Gesamtkomplex der vorgeschlagenen Untersuchungen derzeit wahrscheinlich an hohen Kosten (vollst. DNA-Analyse usw.) scheitern würde, gibt es laut Andrew doch auch Aspekte, für deren Dokumentation und Auswertung nur vergleichsweise geringe finanzielle Mittel aufgewendet werden müssten. So könne unter anderem eine Datenbank der Blutgruppen oder der bisherig bekannten medizinischen Geschichte der Entführungsopfer möglicherweise schon erste Gemeinsamkeiten aufzeigen.
- Den vollständigen offenen Brief von David Andrew im englischen Original finden Sie HIER
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / dandrew.homestead.com
