Freitag, 27. Mai 2011

Seeungeheuer: Wann zeigt der Discovery Channel Filmaufnahmen von lebender Cadborosaurus-Herde?

Jeff H. Johnsons Modell eines Cadborosaurus, basierend auf Zeugenaussagen und angeblichen Kadaverfunden | Copyright: Jeff H. Johnson, cryptomundo.com

Nushagak Bay/ USA - Bei "Cadborosaurus willsi" handelt es sich um ein angeblich vor der nordamerikanischen Pazifikküste vorkommendes Seeungeheuer, das im Volksmund auch als "Caddy" und von den lokalen Indianern schon seit Jahrhunderten als "Hiachuckaluck" bezeichnet wird. Neuere Aufnahmen, die sogar eine ganze Herde der mysteriösen Wesen zeigen sollen, wurde vom US-Sender "Discovery Channel" gekauft und sollten eigentlich schon vergangenen Monat im Rahmen einer TV-Dokumentation erstmals gezeigt werden. Bis heute hält der Sender die Aufnahmen noch zurück, von welchen ausgewählte Kryptozoologen, die das Material vorab begutachten konnten, sicher sind, dass sie keine bislang bekannte Tierart zeigen. Eine Initiative bemüht sich nun darum, den Sender zur baldigen Veröffentlichung der Aufnahmen zu bewegen.

Bei "Caddy" soll es sich um ein weit mehr als drei Meter langes, schlangenähnliches Wesen mit buckeligem Körper, einem pferdeähnlichen Kopf, seitlichen Vorderflossen, einem langen Hals und einen mit Stacheln bewehrten Schwanzende handeln, das sich auffallend schnell durchs Wasser bewegen soll. Da ähnliche Attribute auch Seeungeheuern zugeschrieben werden, die in verschiedenen kanadischen Seen beheimatet sein sollen (Ogopogo, Manipogo und Igopogo), vermuten einige Kryptozoologen, dass es sich bei den Wesen um Exemplare einer bislang unbekannten, vermeintlich Jahrmillionen überdauerten Tierart handeln könnte.

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Der Kryptozoologe John Kirk konnte die Aufnahmen bereits begutachten und erläutert hierzu auf "Cryptomundo.com": "Ich habe die Aufnahmen im Mai 2009 gesehen und mehr als drei Stunden lang ausführlich betrachtet und untersucht. Ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass das, was auf den Aufnahmen zu sehen ist, kein bekanntes Tier ist."

Gemacht wurden die Aufnahmen, so de weiteren Information der an der Untersuchung des Film beteiligten Kryptozoologen, von einem Bootskapitän in den Gewässern vor der Nushagak Bay in Alaska, als sich dieser gemeinsam mit seinen zwei Söhnen auf Fischfang befand. "Plötzlich wurden sie auf eine Herde mehrerer Tiere von dunkler Färbung im Wasser vor sich aufmerksam, deren Buckel aus dem Wasser ragten und die von einer Schule Belugawale gejagt zu werden schienen. Auch die Fischer waren über diesen Anblick sehr erstaunt, da auch sie - trotz jahrelanger Berufserfahrung - noch nie solche Tiere zu Gesicht bekommen hatten. Einem der Söhne gelang es dann, das Spektakel mit einer Videokamera zu filmen."

Auf den Aufnahmen soll sogar zu sehen sein, wie ein ausgewachsenes Exemplar der unbekannten Tierart ein Jungtier vor den Angriffen der Beluga zu schützen versucht. "Über weite Strecken des Films sind die Buckel der Tiere immer wieder deutlich zu sehen. Dann blickt ein Tier sogar direkt in Richtung Kamera und ich war erstaunt, als ich bemerkte, wie sehr dieses dem Kopf jenes Kadavers gleicht, der 1937 bei Narden Harbour an Land gespült worden war."

Damals wurde im Innern des Magens eines harpunierten Pottwals ein Kadaver entdeckt, der später von dem Ozeanographieprofessor Dr. Paul H. Le-Blond als Überreste eines "Cadborosaurus willsi" interpretiert wurde. Gemeinsam mit dem Zoologen Eduard L. Bousfield hatte Le-Blond dem Wesen diesen wissenschaftlichen Namen gegeben. Zum einen bezieht dieser sich auf die Cadboro Bay bei Victoria in der kanadischen Provinz British Columbia, als einem häufigen Sichtungsort der Tiere, und zum anderen auf den Redakteur der "Victoria Daily Times" Archie Wills, der 1933 seine Begegnung mit dem Wesen eindrücklich beschrieben hatte.

Dieses Foto soll den Kadaver eines Cadborosaurus von 1937 zeigen | Copyright/Quelle: British Columbia Archives and Record Service / Ellis, R. Monsters of the Sea. Robert Hale Ltd.

Ursprünglich angekündigt war die Veröffentlichung der Aufnahmen im Rahmen der Sonderreihe "Hillstranded" der Doku-Serie "Deadliest Catch", zu der auch Le-Blond interviewt wurde. Die Sendung wurde ursprünglich für März, später dann für April 2011 angekündigt. Während auch dieser Termin verstrich und bislang von Seiten des Senders gegenüber Forschern und Interessierten noch kein neues Datum mitgeteilt wurde, hat die Kryptozoologie-Internetseite "Cryptomundo.com" ihre Leser dazu aufgerufen, durch zahlreiche Anrufe, Briefe und E-Mails die Verantwortlichen des "Discovery Channel" dazu aufzufordern, die Aufnahmen endlich zu senden. Doch selbst eine direkte Nachfrage des Kameramanns der Aufnahmen konnte bislang keine konkrete Bestätigung eines neuen Sendetermins erwirken. Lediglich, dass es im kommenden Juni soweit sein könnte, ließ man durchblicken.

Laut den Angaben von John Kirk hatte auch der Dr. Le-Blond selbst die Möglichkeit, die Filmaufnahmen in Augenschein zu nehmen. In einer E-Mailkorrespondenz mit Kirk bestätigte er dessen Einschätzung, dass es sich um Cadbrorosaurus-Exemplare handelt und die erstaunliche Ähnlichkeit zum Kadaver von 1937. "Sollte es sich bei diesen Tieren um Wale, Elche, Otter (Anm. der GreWi-Redaktion: Hierbei handelt es sich um eine Aufzählung jener bekannten Tierarten, die von Skeptikern bereits als Erklärung für Sichtungen des Cadborosaurus und andere Seeungeheuer ins Feld geführt wurden) oder irgend eine andere bekannte Tierart handeln, dann muss es eine Untergruppe dieser Tiere sein, wie sie bislang noch gänzlich unbekannt ist", schließt Kirk seinen Kurzbericht über das Video.

...über die weitere Entwicklung in diese Angelegenheit halten wir sie natürlich auf dem Laufenden.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cryptomundo.com
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