Mittwoch, 29. Juni 2011

Russischer SETI-Astronom: Nachweis außerirdischen Lebens innerhalb von 20 Jahren

Erdähnlicher Exoplanet (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

St. Petersburg/ Russland - Auf dem 3. Symposium der "International Academy of Astronautics" (IAA) zur "Suche nach Lebenssignaturen", das noch bis zum 30. Juni in St. Petersburg stattfindet, hat sich der russische SETI-Astronom Andrey Finkelstein vom "Institut für angewandte Astronomie" an der russischen "Akademie der Wissenschaften" gegenüber Medienvertretern zuversichtlich darüber gezeigt, dass der Nachweis außerirdischen Lebens schon innerhalb der nächsten 20 Jahre gelingen wird.

"Die Genesis des Lebens", so zitiert die Nachrichtenagentur "Interfax" den Astronomen, "ist ebenso unvermeidlich wie das Entstehen von Atomen. Leben existiert auf anderen Planeten und wir werden es innerhalb der nächsten 20 Jahre finden." Wahrscheinlich, so vermutet Finkelstein weiter, werden diese Außerirdischen uns Menschen gar nicht unähnlich sehen. "Vielleicht haben sie zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf. Vielleicht haben sie eine andere Hautfarbe, aber das gibt es auf der Erde schließlich auch."

Seine zuversichtliche Einstellung begründet Finkelstein mit der Schätzung, dass mindestens 10 Prozent aller Sterne in unserer Galaxie von erdähnlichen Planeten umkreist werden (...wir berichteten). "Dort, wo es Wasser gibt, kann es auch eben geben."

Ähnlich zuversichtlich hatte sich schon im vergangenen Herbst (2010) der SETI-Chefastronom Seth Shostak vom US-amerikanischen "SETI Insttute" gezeigt, als er erklärte, dass die Menschheit schon innerhalb der kommenden 25 Jahre Signale intelligenter Außerirdischer entdecken könnten (...wir berichteten).


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Um den Kontakt mit den von Finkelstein skizzierten Außerirdischen geht es auch hauptsächlich auf dem internationalen Treffen der Astronomen in St. Petersburg. Während sich die vornehmlich US-amerikanisch geprägte SETI-Schule auf die rein indirekte Suche nach außerirdischen Signalen konzentriert, wird die aktive Variante von SETI, das sogenannte METI (Messaging to ExtraTerrestrial Intelligence), also das gezielte Senden von Botschaften an potentielle Heimatwelten von intelligenten Außerirdische, seit einigen Jahren hauptsächlich von russischer Seite betrieben.

Nicht zuletzt durch Warnungen von Astrophysikern wie Stephen Hawking, dass wir – angesichts möglicherweise auch uns feindlich gesinnter Außerirdischer - nicht zu sehr auf die Erde aufmerksam machen sollten (...wir berichteten, s. Links), wird der Einsatz von METI in der internationalen SETI-Gemeinde sei Jahren kontrovers diskutiert. Auch Finkelstein nimmt in dieser Frage eine eher zurückhaltende Position ein und versicherte im Rahmen des IAA-Treffens, dass auch sein Institut sich vornehmlich auf die passive Suche nach außerirdischen Signalen konzentriere.

Schon in einer Woche werden sich dann Astrobiologie-Experten der "Internationalen Astronomischen Union" (IAU) im französischen Montpellier zur "Orgins"-Konferenz treffen, um über "die Ursprünge und die Verbreitung des Lebens im Universum" zu diskutieren (...wir werden berichten).

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ipa.nw.ru / interfax.com
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