Mittwoch, 27. Juli 2011

Forscher: Einfachste Form von Zeitreisen physikalisch nicht möglich

Reisender Lichtstrahl (Illu.) | Copyright: grewi.de

Hong Kong/ China - In Experimenten haben chinesische Physiker bestätigt, dass auch Lichtteilchen, sogenannte Photonen, an die Lichtgeschwindigkeit gebunden sind und damit zugleich belegt, dass die einfachste Form von Zeitreisen physikalisch unmöglich ist. Andere Formen könnten diesen Menschheitstraum allerdings weiterhin ermöglichen.

Während in den vergangenen Jahren unterschiedliche Experimente die Vermutung nahegelegt hatten, dass sich einzelne Photonen schneller als die Lichtgeschwindigkeit fortbewegen und somit zumindest theoretischen Zeitreisen ermöglichen könnten, haben Professor Shengwang Du und Kollegen von der "Hong Kong University of Science and Technology" in einem Artikel in der Fachzeitschrift "Physical Review Letters" aufgezeigt, dass auch einzelne Photonen an das Limit der Geschwindigkeit des Lichts im Vakuum von rund 300.000 Kilometern pro Sekunde gebunden sind und sich damit gemäß dem Kausalitätsprinzip von Einsteins spezieller Relativitätstheorie verhalten, nach dem keine Wirkung - durch Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit - vor ihrer Ursache stattfinden kann. Lediglich ein Verstoß gegen dieses Kausalitätsgesetz könnte demnach Zeitreisen in ihrer einfachsten Form ermöglichen.

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In ihren Experimenten haben Shengwang Du und sein Team nun sogenannte optische Vorgänger gemessen. Hierbei handelt es sich um Lichtwellen, die den Photonen wie der Wind vor einem Schnellzug, voraneilen. Bislang konnten derartige Wellen noch die bei einzelnen Photonen direkt beobachtet werden.

Wie die neuen Messungen zeigten, sind sowohl diese "optischen Bugwellen" als auch die Photonen selbst an die Lichtgeschwindigkeit gebunden, können sich also nicht schneller als das Licht und also auch nicht entgegen dem Kausalitätsgesetz durch die Zeit fortbewegen.

Dennoch, bleiben andere Formen von Zeitreisen weiterhin denkbar. So erlaubt beispielsweise die allgemeine Relativitätstheorie, mit ihrer Vorstellung von Raum und Zeit als zwei miteinander verflochtenen Aspekten des selben Mediums, die Entstehung sogenannter Wurmlöcher und damit von direkten Portalen nicht nur zwischen zwei entfernten Raumkoordinaten sondern auch unterschiedlicher Zeiten.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ust.hk
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