Freitag, 9. September 2011

Sonnenfleck 1283 spuckt Sonneneruptionen vier Tage in Folge

Die Sonnenscheibe am 9. September 2011. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: SDO/HMI

Washington/ USA - Seit vier Tagen schon spukt der Sonnenfleck 1283 Ausbrüche von Sonnenstürme ins All und teilweise auch Richtung Erde. Zwei der Sonneneruptionen ordneten die Sonnenforscher der Kategorie "X", also der stärksten Klasse von solaren Ausbrüchen zu und schon ist ein weiterer großer Sonnenfleck zu sehen.

Aufgrund der Regelmäßigkeit der mittelschweren bis schweren Sonneneruptionen, haben die Astronomen deren Quelle, die Sonnenfleckenregion 1283 (s. Abb. o.r.) auf den Beinamen "Old Faithful" getauft und stellen damit einen Bezug zu einem stets wiederkehrenden Geysir im Yellowstone Nationalpark her.

Der bislang stärkste Sonnensturm (X2.1) aus "Old Faithful", so berichtet die "National Oceanic and Atmospheric Administration" (NOAA), feuerte der Sonnenfleck am 6. September 2011. Vorangegangen war eine erste Eruption der mittelschweren Kategorie (M5.3) einen Tag zuvor, gefolgt von einem Ausbruch der Stärke X1.8 am 7. September und einem M6.7-Ausbruch am gestrigen Donnerstag.

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Starke Sonneneruptionen gehen oft auch mit koronalen Masseauswürfen (CMEs) einher, bei welchen gewaltige Sonnenplasmawolken mit bis zu fünf Millionen Stundenkilometern durchs all katapultiert werden. In Richtung Erde gefeuert, können diese Schäden an Satelliten, Raumschiffen und Kommunikationssystemen aber auch Energie- und Kommunikationsnetzwerken auf der Erde verursachen (...wir berichteten).

CMEs wurden sowohl von den Ausbrüchen am Montag, Dienstag und Mittwoch von 1283 abgefeuert. Laut den NOAA-Sonnenforschern habe jedoch keiner dieser Ausbrüche negative Auswirkungen auf die Erde. Wie "Spaceweather.com" berichtet, könnte es allerdings von heute bis zum 11. September zu schwächeren geomagnetischen Stürmen kommen, die sich dann jedoch höchstens in spektakulären Polarlichtern austoben.

In den starken Sonnenstürmen der vergangenen Tage sehen die Forscher einen Ausdruck der zunehmenden Sonnenaktivität deren Höhepunkt eines rund 11-jährigen Zyklus die Wissenschaftler für 2012/2013 vorhergesagt haben.

Während der Sonnenfleck 1283 derzeit von der erdzugewandten Sonnenseite verschwindet, nimmt Nummer 1289 Kurs auf das Zentrum der Sonnenscheibe (s. Abb. o.l.). Laut "Spaceweather.com" beherbergt auch dieser große Sonnenfleck mit seinen starken Magnetfeldern das Potential für Flares der X-Klasse.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / noaa.gov / spaceweather.com
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