Samstag, 4. Mai 2013

Weltraumteleskope registrieren gewaltigen Gammastrahlenausbruch im All

"Swift"-Aufnahme des Gammastrahlenausbruchs am 27. April 2013. | Copyright: NASA/Swift/Stefan Immler 

Greenbelt (USA) - Mit den Weltaum-Gammastrahlen-Teleskopen "Fermi" und "Swift" haben NASA-Astronomen am 27. April 2013 einen unerwartet starken Gammastrahlenausbruch im All registriert. Der mit der Kennung "GRB 130427A" versehene "gamma-ray burst" (GRB) ist das hellste bislang beobachtete Ereignis dieser Art. Astrophysiker gehen davon aus, dass er von einer Supernova vorausgeht und erwarten in den kommenden Wochen direkte Hinweise auf eine derartige Sternenexplosion.

"Wir haben schon sehr lange auf ein solch dramatisches Ereignis gewartet", erklärt die Fermi-Projektwissenschaftlerin Julie McEnery vom Goddard Space Flight Center der NASA. "Dieser GRB dauert lange genug, damit er nach Fermi und Swift auch noch von einer Vielzahl anderer Teleskope verfolgt werden konnte."


Der Ausbruch selbst ereignete sich 3,6 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Löwe und setzte mehrere Stunden lang Gammastrahlen mit einer Energie von mindesten 94 Milliarden Elektronenvolt (GeV) frei.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die Astronomen gehen davon aus, dass der Gammastrahlenausbruch von einem kurz vor der Explosion, einer sogenannten Supernova, stehenden sterbenden massereichen Stern ausgesendet wurde. Geht einem solchen Sternenriesen sozusagen der nukleare Treibstoff aus, fällt er unter der Last seines eigenen Gewichts in sich und zugleich zu einem Schwarzen Loch zusammen und speit dabei mit annähernder Lichtgeschwindigkeit Materie ins All.



Fermi-LAT-Aufnahmen vor (l.) und nach dem erste Aufflammen des Gammastrahlenausbruchs "GRB 130427A" im Sternbild Löwe.
| Copyright: NASA/DOE/Fermi LAT Collaboration


Befindet sich ein solch kollabierender Stern nahe genug, so sollte in der Regel etwa eine Woche nach dem Gammastrahlenausbruch auch die Sternenexplosion selbst an gleicher Stelle zu sehen sein. Mitte des Monats, so hoffen die NASA-Astronomen nun, könnte die Supernova als Folge von "GRB 130427A" entdeckt werden.



Teleskop bei Astroshop

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Ferne Sternen-Explosionen können der Erde gefährlich werden 10. Oktober 2011 
Erklärung für Gammastrahlenausbruch: Gewaltiges Schwarzes Loch verzehrt fernen Stern 20. Juni 2011
Pulsar im Krebsnebel strahlt mit unerwartet hoher Energie 7. Oktober 2011


grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: NASA
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE