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Mittwoch, 23. Januar 2008

NASA-Raumfahrt nach Bush: Ohne Mondbasis direkt zum Mars?

Mit der Rakete Ares-1 sollen zukünftige Orion-Missionen starten (Illu.) | Copyright: NASA

Washington/ USA - Mit der Amtszeit von George W. Bush geht möglicherweise auch ein raumfahrt-politisches Programm zu Ende. Schon jetzt zweifeln Experten am Sinn der vom US-Präsidenten propagierten Rückkehr zum Mond. Stattdessen stehe die geplante Mond-Basis einer bemannten Erforschung des Mars mehr im Weg, als dass sie dieser nutzen könne.

In der Zeitschrift Aviation Week and Space Technology entwerfen Astronomen, Planetenforscher und sogar ehemalige NASA-Direktoren zur Zeit Visionen für eine Neuausrichtung der bemannten amerikanischen Raumfahrt nach den Präsidentschaftswahlen im kommenden Herbst.

"Es ist inzwischen deutlich geworden, dass der Mond keineswegs eine erste Stufe für einen bemannten Marsflug ist, sondern eher ein Stolperstein auf dem Weg dorthin", so der Planetenforscher Robert Farquhar, vom Smithsonian National Air and Space Museum über Bushs Konzept der "Vision for Space Exploration (VSE)". Solche Missionen seien stattdessen "rückwärtsgewandt und wenig inspirierend", hinzu zu teuer und ohne wirklichen technischen Nutzen für Erforschung des Roten Planeten.

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Statt bemannte Missionen zum Erdtrabanten, werden Überlegungen diskutiert, wonach die geplanten Orion-Raumschiffe zum sogenannten Langrange-Punkt L2 und zu erdnahen Asteroiden reisen sollen. Am 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernten L2-Punkt heben sich Anziehungs- und Fliehkräfte derart auf, dass Raumschiffe antriebslos und parallel zur Erde um die Sonne kreisen können. Solche Langzeit-Reisen wären sehr viel eher geeignet, künftige Marsmissionen vorzubereiten als die Kurztrips zum Mond.

Schon Mitte Februar wollen sich die Weltraumexperten an der kalifornischen Stanford University treffen, um über neue Vorschläge zu Raumfahrt-Strategien für die kommende US-Regierung zu beraten.

Quelle: aviationweek.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
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