Computeranimation des Messenger-Vorbeifluges an Merkur | Copyright: NASAWashington/ USA – Am kommenden Montag wird mit der Raumsonde Messenger nach 33 Jahren erneut wieder ein irdisches Raumflugzeug den Planeten Merkur passieren. Die NASA-Forscher erhoffen sich sensationelle Nahaufnahmen der Oberfläche des kleinsten und sonnennächsten Planeten in unserem Sonnensystem.
„MESSENGER“ steht für „MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry, and Ranging“ und ist die erste Sonde, die den Merkur ab 2011 umrunden soll. Zuvor hat die im August 2004 gestartete Sonde jedoch noch drei Vorbeiflüge an dem 4800 Kilometer durchmessenden Planeten zu absolvieren und passiert dessen von Kratern übersäte Oberfläche dabei in einer Entfernung von teilweise lediglich 200 Kilometern. Dabei sollen schon jetzt hunderte Fotos bislang ungesehene Regionen des Merkur dokumentieren. Die Vorbeoflüge sind notwendig. Um die Sonde in die richtige Umlaufbahn um Merkur zu bringen. Von hier aus soll der Planet dann über Jahre hinweg intensiv untersucht werden.
Die bisherigen Bilder und Daten von Merkur stammen von der Sonde Mariner 10, die den Planeten 1975 passierte, dabei jedoch lediglich eine Hemisphäre foto-und kartografierte. „Während des bevorstehen Vorbeifluges wird Messenger genau die Hemisphäre fotografieren, die wir bislang noch nicht kennen und die Aufnahmen werden deutlich besser sein, als die von Mariner 10“, erklärt der leitende Wissenschaftler der Messenger-Mission Sean C. Solomon am Carnegie Institut in Washington.
Farbverstärkte Aufnahme des Merkur durch die Raumsonde Mariner 10 | Copyright: NASAEines der Hauptaugenmerke wird auf den Caloris-Becken, einen der größten Einschlagskrater im Sonnensystem, gerichtet sein. Neben dern Fotos sollen die Instrumente der Sonde die mineralogischen und chemische Zusammensetzung der Merkur-Oberfläche, sowie das Magnetfeld des erdähnlichen Planeten analysieren und somit die Daten von Mariner 10 aktualisieren und verbessern. Anhand der Daten erhoffen sich die Forscher auch neuen Erkenntnisse über den inneren Aufbau des Merkur. Hinzu soll die Atmosphäre eingehend untersucht werden.
Auch die Europäer (ESA) und Japaner (JAXA) wollen sich schon bald an der Erforschung des Merkur beteiligen und planen schon jetzt für 2013 mit „BepiColombo“ eine gemeinsame Mission aus zwei Orbiter-Sonden.
Ausführliche Informationen über den Planeten Merkur finden Sie HIER
Bücher zum Thema:
- - -
- - -
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov
