Grönland im Satellitenbild | Copyright: NASABuffalo/ USA - Bislang ging der UNO-Weltklimarat (IPPC) davon aus, dass die Weltmeere aufgrund der Schmelze des Grönlandeises bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um bis zu 59 Zentimeter ansteigen werden. Eine neue Studie rechnet jetzt vor, dass das bis zu zwei Kilometer dicke Gletschereis schneller schmilzt und somit der Wasserspiegel um das doppelete ansteigen werde.
Die Forschergruppe um Bea Csatho von der University at Buffalo hat die Dynamik der Gletscher auf Grönland analysiert und ihre Ergebnisse im "Journal of Glaciology" festgestellt, dass die Eisschmelze auf Grönland die Meere im global durchschnittlich um bis zu 118 Zentimeter ansteigen lassen könnte. In einigen Regionen könne es jedoch zu Absenkungen oder Anstiegen von mehreren Metern kommen.
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Die bisherig geringere Einschätzung des IPPC basiert hauptsächlich auf der schwierigen Berechnenbartkeit der Grönland-Gletscher und gab bislang zudem lediglich den Wissensstand aus dem Jahr 2004 wieder. Mittlerweise hätten sich zahlreiche Faktoren und Ausgangssituationen - wie etwa die Positionen der Gletscherabbruchkanten - erheblich geändert und die Situation deutlich verschärft.
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / igsoc.org / spiegel.de
