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Donnerstag, 21. Februar 2008

Statistischer Rückblick: Kornkreise 2007

1. August 2007: Kornkreis am Sugar Hill im englischen Wiltshire | Copyright: franklaumen.de

Saarbrücken/ Deutschland - Wie in jedem Frühjahr, so hat das International Crop Circle Archive (ICCA) auch heuer seinen statistischen Jahresrückblick auf das vergangene Kornkreis-Jahr veröffentlicht. Wie schon in den vergangenen drei Jahren, so ging auch die Anzahl der 2007 entdeckten und dokumentierten neuen Kornkreise leicht zurück.

Wie der Kornkreisforscher und Sachbuchautor Andreas Müller auf seiner Homepage "Kornkreise-Forschung.de" berichtet, sank die Zahl der dokumentierten Kornkreise 2007 weltweit von 251, 238, 229, 193 in den Vorjahren auf 171 entdeckte Exemplare der oft mysteriösen Phänomene, deren Ursprung - zumindest was die nicht von Menschen gefälschten Muster anbetrifft - immer noch unbekannt ist. Mit ICCA hat Müller in den vergangenen 14 Jahren eines der umfangreichsten Archive zum Thema aufgebaut.

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Der diesjährige Rückgang folgt einem Trend, der seit 2003 registriert wird. Allerdings, gebe es über die Jahre hinweg verteilt, eine gewisse Wellenbewegung in den Zahlen. Eine eventuelle Gesetzmäßigkeit oder exakte Übereinstimmungen mit anderen Zyklen konnte jedoch noch nicht nachgewiesen werden. Hierzu fehlten jedoch auch noch genaue Langzeitwerte der Kornkreis-Daten.

Wie die Zahlen zu interpretieren sind, darüber streiten sich nicht nur Kornkreis-Fans und -Skeptiker sondern auch teilweise Forscher untereinander. "Die Problematik liegt vor allem darin, dass die Zahlen immer nur jene Kornkreise wiedergeben können, die auch entdeckt, gemeldet und dokumentiert wurden. Die Anzahl jener Kornkreise, die zwar entstanden sind aber erst gar nicht entdeckt oder - aus welchen Gründen auch immer - nicht gemeldet wurden, liegt völlig im Dunkeln", erklärt Müller. Deswegen stelle die Statistik auch eine völlig wertfreie Aufzählung aller bekannten Kornkreise des vergangenen Jahres da. Selbst die Frage, ob echte Phänomene oder menschliche Fälschung werde darin vorerst nicht berücksichtigt.

Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass nur ein geringer Bruchteil der aufgelisteten Kornkreise auch eingehend, ausführlich und nach gleichen Maßstäben untersucht werden konnte. "Viele Kornkreisformationen sind uns lediglich anhand von Fotoaufnahmen bekannt und oft fehlen jegliche weiterführenden Informationen dazu. Sie könnten also 'echt' sein - aber ebenso gut auch gefälscht."

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Wie in so vielen Jahren zuvor, wurden auch 2007 die meisten Kornkreise (57) in England entdeckt. Gefolgt von jeweils 27 Exemplaren in Deutschland und Italien, 12 in den Niederlanden, 11 in Belgien, 10 in den USA, 8 in der Schweiz, 7 in Kanada, 3 Formationen in Slowenien, je 2 in Norwegen und Polen und jeweils ein Kornkreismuster in der Tschechischen Republik, Frankreich, Kroatien, Schweden und Österreich.

Über das Jahr hinweg, entstanden mit 161 Varianten die meisten Kornkreise zwischen April und August. Auffallend ist hierbei die, im Vergleich mit anderen Sommern, geringe Anzahl von Kornkreisen im Erntemonat August. Hier wurden heuer nur 15 Exemplare registriert. In den Jahren zuvor lag dieser Wert meist mehr als doppelt so hoch. Im Jahr 2000, als weltweit insgesamt 275 Kornkreise dokumentiert werden konnten, wurden im August 72 Muster entdeckt.

"Grundsätzlich ist für die Kornkreisforschung allerdings mehr die Qualität und nicht die Quantität der Kornkreise von Interesse". Und hier, so Müller, gebe es weiterhin eine beachtliche Beweiskette, die auch aus naturwissenschaftlicher Sicht belege, dass es auch Kornkreise gibt, die nicht das Werk menschlicher Fälscher und selbsternannter "Künstler" seien. "Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass diese echten Phänomene im Umkehrschluss dann das Werk von Außerirdischen UFOnauten sind", erläutert Müller. Er selbst hält noch unbekannte Natur-Phänomene für eine mögliche Erklärung.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / franklaumen.de
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