Röntgenaufnahme von Sagittarius A* im Zentrum unserer Galaxie | Copyright: NASA/CXC/MIT/F.K.BaganoffKyoto/ Japan - Im Zentrum unserer Galaxie, der Milchstrasse, schlummert ein gigantisches kosmisches Monster. Das Schwarze Loch mit dem Namen Sagittarius A* - kurz Sgr A* - besitzt die unvorstellbarer Masse von 4 Millionen Sonnen, verhält sich dafür jedoch bislang merkwürdig ruhig.
Bislang waren sich Astronomen über den "ruhigen Schlaf" unseres Schwarzen Loches uneins. Mit Hilfe des Röntgenkameras des NASA-Weltraumteleskops "Chandra" und der japanischen Satelliten Suzaku, ASCA und des europäischen "XMM-Newton X-ray Observatory" haben Wissenschaftler um Tatsuya Inui von der "Kyoto University" jetzt Beweise dafür gefunden, dass Sgr A* noch vor 300 Jahren wesentlich aktiver war und gewaltige Röntgenstrahlen-Ausbrüche von sich gab.
"Wir haben uns lange Zeit gewundert, warum das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstrasse wie ein schlafender Riese wirkt. Jetzt haben wir entdeckt, dass es in der Vergangenheit wesentlich aktiver war. Vielleicht ruht es sich zurzeit nur von seinem letzten großen Ausbruch aus", erklärt Inui.
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Sgr A* selbst befindet sich im Sternbild Schütze und ist auffallend ruhiger, als die zentralen Schwarzen Löcher anderer Galaxien. Anhand so genannter Röntgen-Licht-Echos, die wie akustische Echos, von der einstigen Quelle ausgehen und seither rund 300 unterwegs waren, um die gigantische Gaswolke Sagittarius B2 zu erreichen, diese aufzuheizen und somit für die Satelliten sichtbar zu werden, konnten die Forscher nun die einstige aktive Phase des Schwarzen Lochs nachweisen. Damals war Sgr A* eine Million Mal heller als heute, was die Forscher auf einen enormen Energieausbruch schließen lässt.
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Aufgrund der tatsächlichen Entfernungen des Schwarzen Loches ereignete sich dieser Ausbruch nach Erdzeitrechnung allerdings bereits vor rund 26.000 Jahren, also zur Zeit der irdischen Eiszeit - so lange braucht das Licht, um vom Zentrum der Galaxie die Erde zu erreichen.
Quellen: nasa.gov / grenzwissenschaft-aktuell.de
