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Donnerstag, 26. Juni 2008

Gewaltiger Asteroideneinschlag formte den frühen Mars

Das gewaltige Borealis-Becken auf dem Mars könnte durch einen Asteroideneinschlag geformt worden sein | Copyright: NASA

Santa Cruz/ USA – Wissenschaftler der "University of California" glauben, dass ein gewaltiger Asteroideneinschlag die unterschiedlichen Charakteristiken der beiden Marshemisphären erklären kann.

Die südliche Halbkugel des Roten Planeten zeichnet sich durch eine deutlich dickere Planetenkruste und magnetische Anomalien aus, wie sie in der nördliche Hemisphäre nicht zu finden sind.

Die topografischen Marskarten zeigen die deutlichen Unterschiede zwischen Nord und Süd | Copyright: NASA

Im Fachmagazin "Nature" beschreibt das Team um Francis Nimmo nun ihr Ergebnis von Computersimulationen, wonach der Einschlag eines Asteroiden von der halben bis zweidrittel Größe unseres Mondes in der nördlichen Hemisphäre die Ungleichheit der beiden Planetenhälften erklären könnte.

Noch heute zeichnet sich die nördliche Marskugel durch ausgedehntes Tiefländer aus, die in früheren Zeiten möglicherweise mit Wasser zu einem Ozean gefüllt waren. Die Südhalbkugel ist hingegen zerklüftet, von Kratern übersäht und beheimatet Gebirge die sich bis zu 8.000 Meter höher as die nördlichen Gefilde erheben.


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Die mit der Vorstellung eines gewaltigen Vulkanausbruchs konkurrierende Einschlags-Theorie ist zwar nicht neu, wurde bislang jedoch noch kaum eingehend untersucht.
Der Einschlag eines entsprechend großen Körpers in einem Winkel zwischen 30 und 60 Grad hätte einen elliptischen Krater hinterlassen. Hinweise auf genau einen solche Krater wollen Jeffrey Andrews-Hanna und Maria Zuber vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Bruce Banerdt vom "Jet Propulsion Laboratory" (JPL) der NASA anhand Gravitations- und Topografischen Merkmalen auf dem Mars gefunden haben.


Computeranimation des Einschlages auf dem Mars
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Das flache Borealis-Becken, das alleine etwas 40 Prozent der Marsoberfläche einnimmt, dürfte demnach bei einem Einschlag vor rund vier Milliarden Jahren entstanden sein.
Etwa zur gleichen Zeit sollen auch der Merkur und die von gigantischen Himmelskörpern getroffen worden sein, wobei das marsgroße Objekt, welches die Erde traf, für die Entstehung des Mondes verantwortlich sein könnte (...wir berichteten).

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuel.de / nasa.gov / nature.com / newscientist.com
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