Fossiler Oberkieferknochen von Kryostega collinsoni und die Position im rekonstruierten Schädel | Copyright: Christian Sidor / washington.eduWashington/ USA - Paläontologen der "University of Washington" haben in der Antarktis die fossilen Überreste eines riesigen Salamanders entdeckt.
Im Trias, also vor 240 Millionen Jahren soll das bis zu 5 Meter lange und entfernt mit heutigen Schwanzlurchen verwandte amphibische Wesen mit seinen gewaltigen Zähnen, die sich selbst in dessen Gaumen fanden, große Beutetiere erlegt haben und zu den größten Räubern der damaligen Region gehört haben. Mit seinem rund 80 Zentimeter langen, 60 Zentimeter breiten und flachen Schädel dürfte "Kryostega collinsoni" fast schon wie ein heutiges Krokodil gewirkt haben.
Im Fachmagazin "Journal of Vertebrate Paleontology" beschreiben Christian Sidor und seine internationalen Koautoren die Auswertung des bereits 1986 gemachten Fundes ausführlich und belegen, dass Kryostega mit heutigen Fröschen und Salamandern verwandt war und aufgrund vergleichbarer Knochenstrukturen mit Amphibien und Fischen wahrscheinlich vornehmlich im Wasser lebte.
Fundort von Kryostega collinsoni in der heutigen Antarktis | Christian Sidor / washington.eduKryostega bewohnte demnach den damaligen Urkontinent Pangaea, bevor dieser sich Auftrennte und es auf den unterschiedlichen Kontinenten zu einer getrennten Entwicklung der Arten kam. Vor rund 190 Millionen Jahren entstanden dann in der heutigen Antarktis die ersten Dinosaurier. Der Fund belegt zudem erneut, dass auch die heutige Antarktis einst wärmer und feuchter war als heute.
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / washington.edu
